ZDF zieht Konsequenzen nach Pannen im 'heute journal': Korrespondentin wird abberufen

Nach schweren Verstößen gegen die ZDF-eigenen Standards im 'heute journal' vom 15. Februar 2026 zieht der Sender Konsequenzen: Die New-York-Korrespondentin Nicola Albrecht muss ihren Posten mit sofortiger Wirkung räumen. Grund dafür sind grobe Fehler bei der Berichterstattung und der nicht gekennzeichnete Einsatz von KI-generiertem Videomaterial.

heute 12:33 Uhr | 2 mal gelesen

Eigentlich sollten journalistische Standards ein stabiles Fundament bieten, aber genau diese sind im Fall der ZDF-Auslandskorrespondentin Nicola Albrecht kräftig ins Wanken geraten. Ihr Beitrag über angebliche Ängste von Kindern vor US-Behörden in New York – zunächst unauffällig im Mittagsmagazin ausgestrahlt – wurde für das 'heute journal' nachträglich überarbeitet. Dabei landeten zwei Videos im Beitrag, die, gelinde gesagt, für jeden Medienprofi kritisch sein müssten: Eines zeigte eine Szene aus Florida aus dem Jahr 2022 und hatte mit New York und dem eigentlichen Thema nichts zu tun, das andere Video war sogar komplett künstlich erzeugt. Das eigentlich Erstaunliche: Niemand im Redaktionsteam schlug Alarm, obwohl das Material laut den Hausregeln des ZDF weder passend ausgewählt noch korrekt gekennzeichnet war. Chefredakteurin Bettina Schausten räumte offen ein, dass die Glaubwürdigkeit des Senders massiven Schaden genommen hat. Der Sender hat nun nicht nur die Korrespondentin abberufen, sondern auch einen konkreten Maßnahmenkatalog zur Stärkung der internen journalistischen Kontrolle angekündigt. Wie der ausfallen wird – da bleibt eine gewisse Portion Skepsis angebracht, denn Fehler passieren bekanntlich oft dort, wo sie nicht erwartet werden. Dann bleibt nur die Hoffnung, dass wenigstens Lehren gezogen werden.

Das ZDF hat nach Absprache mit der Redaktion entschieden, Auslandskorrespondentin Nicola Albrecht aufgrund schwerwiegender Verstöße gegen journalistische Standards unverzüglich von ihrem Posten abzuberufen. Im Fokus steht ein Bericht im 'heute journal', in dem unerlaubt KI-generierte Bilder verwendet und weiter Videomaterial ohne ausreichende Prüfung eingebunden wurde – ein Verstoß gegen die eigenen Richtlinien und ein klarer Schlag gegen die Glaubwürdigkeit der Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Auch auf europäischer Ebene wird der Vertrauensverlust öffentlich-rechtlicher Medien teils kritisch begleitet – zahlreiche Pressestimmen fordern konsequente Transparenz und fordern, Verfahren zur Prüfung und Kennzeichnung von KI-Material deutlich zu verschärfen und redaktionell neu zu verankern. Internationale Medien greifen ähnliche Debatten auf, da europaweit eine Zunahme von KI-Manipulationen in den Nachrichtenformaten diskutiert wird, was ein Umdenken im Umgang mit digitalen Tools und Bildungsinitiativen für Medienschaffende unausweichlich erscheinen lässt. Gleichzeitig hat das ZDF angekündigt, interne Kontrollmechanismen in Form eines strikteren Maßnahmenkatalogs künftig stärker zu betonen – abschließende Details liegen noch nicht vor, eine Diskussion über Transparenz, Fehlerkultur und die Rolle unabhängiger Medien wird jedoch in der Branche weitergeführt.

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