SPD fordert entschlossene Reaktionen auf AfD-Einstufung als Extremistenpartei

Nach der Hochstufung der AfD durch den niedersächsischen Verfassungsschutz verlangt die SPD-Fraktion im Bundestag spürbare Maßnahmen zum Schutz des demokratischen Systems. Vize-Fraktionschefin Sonja Eichwede mahnt, es dürfe kein Wegsehen mehr geben.

heute 18:08 Uhr | 6 mal gelesen

Manchmal fühlt sich Politik an wie ein Schaulaufen mit bleischweren Schuhen – kaum ist ein Schritt getan, versinkt man schon im nächsten Morast. Nun hat der Verfassungsschutz in Niedersachsen die AfD offiziell als extremistische Bewegung eingeordnet, ein weiterer Paukenschlag im ohnehin lauten Polit-Orchester. Sonja Eichwede, eine der Fraktions-Spitzen der SPD, spricht von einer 'weiteren Warnung', als hätte das Surren der Alarmglocken inzwischen einen Ohrwurm-Charakter für sie. 'Wir müssen handeln', mahnt sie und betont die besondere Verantwortung, die demokratische Ordnung nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zu verteidigen – wozu, mal ehrlich, manchmal mehr Mut gehört als ein zeremoniell gehobener Zeigefinger. Beim Bund-Länder-Treffen wird momentan abgewogen: Welche Konsequenzen etwa im Beamtenrecht oder beim Waffenbesitz sollten AfD-Mitglieder daraus ziehen? Genauso steht aber die Tür offen für tiefergehende Maßnahmen, die das Grundgesetz im Werkzeugkoffer führt. Am Ende – das schwang in Ecihwedes Worten mit – ist man zum demokratischen Handeln verpflichtet, auch wenn es unbequem wird oder nach Grabenkämpfen riecht. Ob das reicht? Wer weiß das schon. Ach, und bevor man es vergisst: Das alles berührt nicht nur den Politikbetrieb, es geht auch um Vertrauen der Menschen da draußen. Klingt abgedroschen, ist aber so.

Im Kern geht es hier um die Reaktion der SPD-Fraktion auf die neue Einordnung der AfD durch den niedersächsischen Verfassungsschutz. Vize-Fraktionschefin Sonja Eichwede verlangt, Konsequenzen nicht nur rhetorisch zu stellen, sondern konkrete Handlungen folgen zu lassen – etwa im Beamten- und Waffenrecht, aber auch grundsätzlich für den Schutz der Demokratie. Neuere Berichte zeigen, dass in mehreren Bundesländern ähnliche Diskussionen laufen und Experten fordern, Bundesbehörden sollten enger mit Landesebene verzahnt zusammenarbeiten, um extremistische Akteure effektiv zu überwachen. Der Fokus richtet sich dabei zunehmend auf Fragen wie ein Parteiverbot, restriktivere Regelungen für Mandatsträger, aber auch auf präventive Bildungsmaßnahmen, um langfristig die Widerstandsfähigkeit der Demokratie zu stärken. In ganz Deutschland wird laut DW und FAZ die Debatte über die Rolle des Verfassungsschutzes, die politische Verantwortung der Parteien und die Gefahr durch rechtsextreme Netzwerke immer lauter. Laut taz und Zeit gibt es Stimmen, die darauf drängen, neben rechtlichen Schritten auch gesellschaftlichen Zusammenhalt und dialogorientierte Strategien zu fördern, um die Spaltung nicht weiter voranzutreiben.

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