Neue KI-Anwendung zur Stärkung der Wirtschaft: Bundeswehr fördert Resilienz in Hessen

Wiesbaden – Am 17. Februar wurde mit ResilienzCheck.org erstmals ein neuartiges, kostenloses Online-Tool vorgestellt, das Unternehmen dabei hilft, ihre Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten einzuschätzen und zu verbessern. Getragen wird die Initiative von der hessischen Landesregierung, der Bundeswehr sowie wichtigen Wirtschaftsverbänden.

heute 18:23 Uhr | 6 mal gelesen

Es ist schon erstaunlich, wie rasch sich Dinge entwickeln können, die gestern noch nach ferner Zukunft klangen. Die GAL Digital GmbH aus Hungen-Oberndorf hat – ohne viel Aufsehen, aber mit jeder Menge Fach- und Herzblut – eine KI-basierte App entworfen, die Unternehmen erstmals einen ganzheitlichen Blick auf den Zustand ihrer Krisenfestigkeit erlaubt. Unterstützt wurde das Projekt von starken Partnern aus Wirtschaft und Bundeswehr: Der HIHK und die VhU fungierten dabei als Brückenbauer zur realen Wirtschaftswelt und lieferten in Form von Praxisbeispielen und Bedarfsanalysen das Fundament. Das Landeskommando Hessen, eher für klassische Verteidigung zuständig, ließ seine Erfahrung in Sachen Krisenschutz einfließen und zeigte, dass digitale Verteidigungsformen immer wichtiger werden. Der Weg von der ersten Idee im Frühjahr 2025 zur Testversion dauerte keine Ewigkeit – nur ein halbes Jahr. Bemerkenswert! Die Anwendung, geprüft und mitgetragen vom hessischen Wirtschaftsministerium, ist seit Kurzem kostenlos und anonym für Unternehmen bundesweit nutzbar. Besonders spannend: Die Plattform kommt bereits in der Praxis, etwa über Industrie- und Handelskammern oder den Deutschen Industrie- und Handelskammertag, zum Einsatz. Brigadegeneral Holger Radmann, Chef des Landeskommandos Hessen, betont den strategischen Wert: Ohne krisenfeste Wirtschaft gibt’s keine Landesverteidigung – klingt logisch, wird aber allzu oft übersehen. Damit im Ernstfall alles ineinandergreift, kümmern sich in Hessen 31 Verbindungskommandos, also Schnittstellen zwischen Unternehmen, Behörden und Bundeswehr. Radmann machte bei der Vorstellung des Tools auch Werbung in eigener Sache: Reservisten sollen sich ab sofort für die Mitwirkung bei diesen Kommandos melden – ein Callcenter steht bereit. Voraussetzung: Reservistenstatus und Geburtsjahr ab 1969 (wohl um Erfahrung und Flexibilität zu sichern). Im Fazit bleibt hängen: Ein vielversprechender und bodenständiger Ansatz, der digitale Innovation und klassische Verteidigung miteinander verbindet – ehrlich gesagt, vermisst man solche Querverbindungen zwischen den Systemen oft schmerzlich.

Mit ResilienzCheck.org ist eine digitale Plattform entstanden, die Unternehmen dabei unterstützt, die eigene Krisenfestigkeit realistisch zu bewerten und konkrete Handlungsvorschläge zu generieren. Die enge Kooperation zwischen Digitalwirtschaft, Landesverteidigung und Wirtschaftsverbänden hebt das Projekt hervor – so weist etwa die Bundeswehr Sachsen auf die wachsende Bedeutung zivil-militärischer Zusammenarbeit in Zeiten hybrider Bedrohungen hin. Dabei profitieren Unternehmen sowohl vom Austausch praktischer Erfahrungen als auch von rechtlich validen Empfehlungen, die sich an aktuellen Standards und Bedrohungslagen orientieren. Die öffentliche Aufmerksamkeit in Hessen ist hoch: Mehrere Medien berichten von einem Schub für die Krisenprävention, aber auch über den Ruf nach aktiver Beteiligung von Reservisten, um die ganz praktischen Bindeglieder zwischen Wirtschaft und staatlichem Krisenmanagement zu stärken. Weitere Ergänzungen aus Recherche: Laut taz.de gibt es aktuell eine wachsende Unsicherheit in der deutschen Wirtschaft angesichts geopolitischer Spannungen und Lieferkettenproblemen, was die Innovationskraft in Sachen Krisenmanagement befeuert (Quelle: [taz.de](https://taz.de)). Auf spiegel.de wird der verstärkte Einsatz digitaler Lösungen zur Bewältigung wirtschaftlicher Krisen als Antwort auf die Folgen der Pandemie und geopolitischer Konflikte analysiert (Quelle: [spiegel.de](https://spiegel.de)). Deutschland.de hebt in einem aktuellen Artikel hervor, dass staatlich unterstützte Kooperationen zwischen Wirtschaft und Sicherheitsbehörden zunehmend als strategischer Vorteil gesehen werden, um Resilienz weit über das Kerngeschäft hinaus zu stärken (Quelle: [deutschland.de](https://deutschland.de)).

Schlagwort aus diesem Artikel