In seinem Abschlussstatement zur Münchner Sicherheitskonferenz rief Wolfgang Ischinger dazu auf, Russland künftig deutlich konsequenter entgegenzutreten und insbesondere die Ukraine durch mehr Waffenlieferungen – vor allem im Bereich Luftverteidigung – zu stärken. Sanktionen sollten besser abgestimmt und grundsätzlich schärfer werden: sowohl zwischen Europa als auch mit Unterstützung der USA. Nach verschiedenen Medienberichten des letzten Tages wurde diese Forderung von vielen Konferenzteilnehmern geteilt, allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die vor einer weiteren Eskalation und wachsenden Gräben zwischen Ost und West warnen. Auffällig ist, dass die Debatte um die Nachfolge Ischingers Fahrt aufnimmt, und Stoltenbergs mögliche Rolle für neuen Schwung sorgt. Ergänzend zeigen die aktuellen Recherchen: - Die taz berichtet, Ischinger sehe die Notwendigkeit einer fundamentalen Neuordnung der Sicherheitspolitik in Europa, weil die bisherigen Abschreckungsmechanismen durch Russlands Verhalten an Wirksamkeit verloren hätten. - Laut der Süddeutschen Zeitung fordern mehrere EU-Vertreter eine sofortige Aufstockung der Munitionslieferungen an die Ukraine und mahnen, dass eine weitere Verzögerung fatale Folgen für das Kräfteverhältnis im Krieg hätte. - Über die Unsicherheit bezüglich künftiger westlicher Militärhilfen berichtet die Zeit. Dort heißt es, westliche Partner seien sich zwar einig, dass Russland gestoppt werden müsse, die genaue Ausgestaltung der Unterstützung sowie die Art der Waffenlieferungen sei aber weiterhin Gegenstand kontroverser Debatten.