Friedrich Merz gesteht überzogene Versprechen auf CDU-Parteitag ein

Zum Auftakt des Bundesparteitags der CDU gesteht Friedrich Merz, sowohl als Parteichef als auch als Regierungschef, teils den Mund zu voll genommen zu haben. "Vielleicht haben wir nach dem Regierungswechsel nicht schnell genug klargemacht, dass grundlegende Reformen nicht im Handumdrehen zu schaffen sind", räumte Merz in Stuttgart ein.

heute 13:00 Uhr | 2 mal gelesen

Wirklich spannend, wie schnell politische Realität Visionen einholt. Merz stellt sich vorne auf die Bühne – und anstatt nur große Worte zu schwingen, gibt er zu: Manche Versprechen hätten weniger Luftschloss, mehr Bodenhaftung gebraucht. Trotzdem das: "Wir dürfen nicht aufhören, mutig zu denken. Wer sonst soll vorangehen, wenn nicht wir?" Und klar, der Glaube an Visionen – dieses "Ich sage, was machbar ist, und nicht nur, was alles scheitert." Bleibt die Frage: Wo liegt die Balance zwischen Inspiration und Überschätzung? Am Nachmittag wird übrigens gewählt. Merz hofft nach seiner letzten 90-Prozent-Zustimmung wieder auf einen starken Rückhalt. Das Wahlergebnis dürfte diesmal aufmerksamer verfolgt werden als je zuvor – zu viel steht für ihn auf dem Spiel.

Friedrich Merz, CDU-Vorsitzender und Kanzler, bekannte auf dem Parteitag in Stuttgart, dass manche seiner Ankündigungen nach der Machtübernahme zu optimistisch waren, was die Geschwindigkeit und Machbarkeit umfassender Reformen betrifft. Er erklärte, Kritik daran sei berechtigt und unterstrich sein Festhalten an mutigen Zielen und visionärem Denken, ohne die politischen Hürden aus den Augen zu verlieren. Inmitten der Herausforderungen für seine Partei blickt Merz kritisch und reflektiert auf seine bisherige Amtszeit – eine Haltung, die auch im Vorfeld der anstehenden Wiederwahl als Parteichef nicht ohne Wirkung bleibt. Darüber hinaus diskutieren Medien aktuell, wie sich die CDU unter Merz neu aufstellt, insbesondere beim Thema Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit, und wie die Ankündigungen und Zugeständnisse des Vorsitzenden von Delegierten wie Öffentlichkeit angenommen werden. Zusätzlich ist die Frage nach „unverbrauchten“ politischen Köpfen in der Partei in die öffentliche Debatte gerückt, während bundesweit über die CDU als zukunftsfähige Volkspartei gestritten wird. Die Unsicherheit über den künftigen Kurs prägt die innerparteilichen Diskussionen wie auch die Wahrnehmung in der Bevölkerung.

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