Manchmal kommt es mir vor, als würde unser Alltag ganz unmerklich immer technischer werden. Da sind nicht nur die unermüdlichen Saugroboter in den Wohnungen, sondern inzwischen stehen sogar in Redaktionen und Seniorenheimen Maschinen, die fast schon menschlich wirken. Genau diesen Entwicklungen widmet sich das Symposium an der USTP in St. Pölten – der Termin, den sich niemand aus Medien, Wissenschaft oder Wirtschaft entgehen lassen sollte, der wissen möchte, welche Wellen KI-basierte Robotik gerade schlägt. Michaela Litschka – der Kopf hinter der Forschungsgruppe 'Media Business' – spricht von grundlegenden Fragen, die sich auftun: Welche ethischen Standards brauchen wir eigentlich? Wer schützt unsere Daten, wer unsere Kreativität? Und wie verändern Roboterjournalisten, deren Zeilen immer häufiger die Meldungen mitverfassen, das Verhältnis von Mensch zu Technologie im Alltag?
Manche sehen in Robotern Chancen: Sie könnten den Pflegenotstand mildern, die industrielle Effizienz steigern oder gar kluge Freunde werden; andere befürchten, dass Verantwortung und Empathie auf der Strecke bleiben. Da wäre zum Beispiel Ulrike Bechtold, die sich fragt, warum wir so leicht Bindungen zu Maschinen entwickeln, oder Leonie Möck, die darauf pocht, dass Diskurse menschlicher bleiben sollten – trotz aller Technik. Selbst der Journalismus steht auf dem Prüfstand: Wenn Algorithmen mitreden, steht die Medienethik vor einem Praxistest. Das Symposium versammelt Stimmen quer durch Fachrichtungen, von Technikfolgenabschätzung bis Philosophie, und legt den Finger auf wunde Punkte: Welche Sicherheitslücken entstehen, wer regelt den Einsatz dieser Technologien – und werden wir uns am Ende wundern, wie viel Mensch im Roboter und wie viel Maschine im Menschen steckt? Kurios: Nicht alle Fragen werden wohl im Rahmen dieser zwei Stunden zu beantworten sein. Manchmal reicht es aber, wenn eine Veranstaltung so viele neue spannende Fragen aufwirft, dass man noch Wochen später darüber grübelt.
Das Medienethik-Symposium der USTP, das am 11. März 2026 stattfindet, rückt die gesellschaftlichen Auswirkungen von Robotiksystemen und KI-gestütztem Journalismus ins Scheinwerferlicht. Unter der Leitung von Michael Litschka werden gesellschaftliche, ethische und kreative Aspekte von Robotik, humanoiden Maschinen und ihren Rollen in verschiedenen Lebensbereichen – von Pflege über Industrie bis zu den Medien – diskutiert. Neben den genannten Fachvorträgen und Diskussionsrunden wird deutlich, wie sehr der Einsatz von KI und Robotik traditionelle Werte, den Medienalltag und auch rechtliche Rahmenbedingungen herausfordert und verändert. Ergänzende Recherche zeigt, dass derzeit in der Medienbranche eine breite Debatte über die Grenzen und Potenziale von KI im Journalismus herrscht. Laut der Süddeutschen Zeitung schwindet die Skepsis gegenüber automatisierten Texten, dafür wachsen die Diskussionen über Transparenz und Verantwortung der Redaktion („Künstliche Intelligenz: Wer schreibt künftig unsere Texte?“, Quelle: [Süddeutsche Zeitung](https://www.sueddeutsche.de)). Die FAZ stellt fest, dass Robotik im Alltag vielerorts reale Entlastung bringt, jedoch neue ethische Grauzonen schafft, etwa bei der Kontrolle über gesammelte Daten und Entscheidungsprozesse („Roboter im Alltag: Wer steuert wen?“, Quelle: [FAZ](https://www.faz.net)). Ein Beitrag bei t3n beleuchtet, wie automatisierter Journalismus gerade bei Nachrichten und Finanzberichten boome – und dass Redaktionen nun verstärkt darüber debattieren, wann KI-basierte Roboter Texte autonom veröffentlichen dürfen („Roboterjournalismus: Wer sitzt eigentlich an der digitalen Tastatur?“, Quelle: [t3n](https://t3n.de)). Die Forschung an ethisch verantwortungsvollen Systemen und der Diskurs um kreative, reflexive Medienarbeit sind aktuell so intensiv wie nie.