Mal ehrlich, es überrascht fast, wie robust die deutsche Industrie aktuell dasteht – zumindest wenn man sich die neuesten Zahlen anschaut, die das Statistische Bundesamt jetzt veröffentlicht hat. Gegenüber Februar 2025 erhöhte sich der gesamte Auftragsbestand um satte 7,5 Prozent, was im hektischen Alltag fast untergeht. Besonders spürbar war der Positiveffekt im Automobilsektor (dort plus 3,8 % gegenüber Januar 2026), aber auch Flugzeug, Schiff und Eisenbahn zogen leicht an. Selbst der Bereich der Datenverarbeitungs- und Optikprodukte konnte mit einem Plus von 2,0 % Boden gutmachen. Was auffällt: Die Bestände an offenen Aufträgen aus Deutschland selbst stiegen moderat um 0,7 Prozent, die aus dem Ausland zogen mit 1,1 Prozent etwas kräftiger an. Bei Investitionsgütern ging der Bestand ebenfalls deutlicher hoch (+1,2 %), während die Unternehmen am Anfang der Wertschöpfungskette (Vorleistungsgüter) einen minimalen Rückgang (-0,2 %) verzeichneten. Überraschender Fun Fact: Ein Großauftrag im Bereich Technische Textilien hat den Konsumgüterherstellern ein schönes Plus von 2,4 % beschert. Die sogenannte Auftragsreichweite – also für wie viele Monate die aktuellen Aufträge noch reichen würden – kletterte im Schnitt von 8,3 auf 8,6 Monate. Bei Investitionsgütern reicht es sogar für ein ganzes Jahr (12,0 Monate), bei Vorleistungsgütern bleibt’s bei 4,5, und Konsumgüterproduzenten kommen jetzt auf 3,8 Monate. All das klingt erstmal nach Aufbruch – aber wie lange hält dieser Schwung wohl, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so fragil bleiben?
Mit einem Anstieg des Auftragsbestands um 1,0 % im Februar 2026 gegenüber dem Vormonat zeigt die deutsche Industrie vorläufig Anzeichen von Erholung, vor allem getragen durch die Automobilbranche, Luftfahrt und Datenverarbeitung. Insbesondere ein Großauftrag bei technischen Textilien sorgte für einen Nachfrage-Impuls bei den Konsumgütern. Die durchschnittliche Auftragsreichweite stieg auf 8,6 Monate – ein positives Signal, das jedoch weiterhin vor dem Hintergrund globaler Unsicherheiten, gestiegener Rohstoffpreise und geopolitischer Spannungen betrachtet werden muss. Aktuelle Recherchen zeigen, dass die Debatte um eine drohende Rezession, Lieferkettenprobleme und der Fachkräftemangel nach wie vor große Herausforderungen für die Industrie sind. Trotzdem wird in der Politik und von Branchenvertretern immer wieder die Resilienz der deutschen Wirtschaft betont, wie auch ein kürzlich erschienenes Interview mit dem Bundeswirtschaftsminister unterstreicht, der auf die Flexibilität und Innovationskraft der Branche verweist. Bleibt abzuwarten, ob dieses Zwischenhoch sich wirklich verfestigt oder nur ein kurzes Aufatmen darstellt.