Die geopolitischen Unsicherheiten nehmen zu, und Industrie-Entscheider sind deshalb alarmiert: Allensbach fand heraus, dass mehr als die Hälfte der Topmanager deutliche Risiken für ihre Unternehmen sieht – etwa durch Störungen in globalen Lieferketten wegen Kriegen oder Handelsstreitigkeiten. Dennoch sind die meisten überzeugt, dass ihre eigene Firma besser gerüstet ist als früher, weil sie vielfältigere Lieferanten und Absatzwege aufgebaut haben. Trotzdem zeigen sich Schwächen bei der gesamtstaatlichen Krisenvorsorge, insbesondere im internationalen Vergleich: In Deutschland fehlt oft der schnelle Infofluss oder eine übergreifende Strategie, wie Japan sie vormacht. Neuere Medienberichte berichten zudem von weiteren Auswirkungen durch die andauernden Konflikte zwischen China und den USA, etwa auf die Chip-Industrie oder seltene Erden. In den letzten Tagen wurde in mehreren Quellen die schleppende Umsetzung von Frühwarn- und Kommunikationsmechanismen zwischen Politik und Wirtschaft in Deutschland kritisiert. Prominente Stimmen aus Forschung und Verbänden beklagen außerdem, dass viele KMUs noch stärker gefährdet seien als Großunternehmen. Die Forderungen nach einem „wirtschaftlichen Sicherheitsrat“ auf nationaler Ebene nehmen zu, parallel berichten Branchenportale über konkrete Anpassungen von Lieferketten in der deutschen Automobilindustrie und bei Maschinenbauern.