Irans Außenminister Araghchi ist in Pakistan, doch ob er direkt mit der US-Delegation ins Gespräch kommt, ist weiterhin unklar – beide Seiten umkreisen einander, wobei hinter den Kulissen viel diplomatische Taktik vermutet wird. Parallel dazu bleibt die Lage im Nahen Osten und besonders an der israelisch-libanesischen Grenze weiterhin angespannt, wobei der fragile Waffenstillstand immer wieder auf die Probe gestellt wird; der Umgang des Iran mit innenpolitischen Gegnern und Hinrichtungen sorgt international für Kopfschütteln und Kritik. Laut aktuellem Stand ist Diplomatie vor allem eine Angelegenheit von Andeutungen, Gesten und Prozessen hinter verschlossenen Türen, während gleich mehrere Konfliktlinien offen lodern. Nach aktuellen Medienberichten von Anfang Juni nehmen Iran und Pakistan verstärkt gegenseitige Sicherheitsgarantien in den Blick, zur Eindämmung der Gewalt entlang der gemeinsamen Grenze und zur Beruhigung regionaler Spannungen. In den überregionalen Debatten zeigt sich, dass die US-Regierung bemüht ist, durch präsente Diplomaten und enge Verbündete in Islamabad Einfluss zu wahren und jedwede Annäherung behutsam zu steuern. Iran bleibt indes skeptisch gegenüber den amerikanischen Absichten, betont aber weiterhin die Bereitschaft zu multilateralen Kooperationsmechanismen mit Anrainerstaaten, sofern diese auf gegenseitigem Respekt und Souveränität beruhen.