Jens Spahn drängt auf ein Arbeitszeitgesetz, das die tatsächlichen Bedürfnisse von Arbeitnehmern und Arbeitgebern besser widerspiegelt und nicht im Alltag an veralteten Vorschriften scheitert. Die Diskussion um Reformen der Arbeitszeit gewinnt erneut an Fahrt, nachdem deutsche Unternehmen zunehmend mehr Flexibilität fordern, um international wettbewerbsfähig zu bleiben – auch Gewerkschaften sehen hier Bewegungspotenzial, pochen aber auf den Schutz der Beschäftigten. Interessant: Zeitgleich nehmen rechtliche Vorgaben für Homeoffice-Regelungen und Work-Life-Balance-Fragen europaweit immer mehr Einfluss auf die Gesetzesdebatte in Deutschland. Bei §188 StGB stellt sich Spahn offen gegen Privilegien für Politiker: Statt eines Sonderrechtes solle ein gemeinsamer Maßstab für alle gelten – ein Ansatz, der in der aktuellen Debatte um Meinungsfreiheit und demokratische Werte in sozialen Medien besonders heraussticht. In diesem Zusammenhang wird in Medien gern darauf hingewiesen, wie sehr Hassbotschaften im Netz zugenommen haben und wie schwierig die Gratwanderung zwischen Schutz und freiem Diskurs ist.