In der CDU rumort es: Während die Bundespartei mit Merkels Nachfolger Merz an der Spitze die Rentenempfehlungen der Kommission vollständig umsetzen will, rebellieren ostdeutsche Landeschefs – und erhalten Zuspruch vom Sozialflügel, etwa von Dennis Radtke. Die Skepsis richtet sich vor allem gegen die bevorstehende Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren, ein Thema, das im Osten mit seinen einzigartigen Erwerbsbiografien ein ziemliches Reizpotenzial hat. Aktuell geben sich die ostdeutschen Politiker kompromisslos: Spezielle Übergangsfristen oder Lösungen sind für sie das Mindeste, um die Lebensleistung der Menschen angemessen zu würdigen. Gleichzeitig mehren sich laut Medienberichten (z.B. in der "Süddeutschen Zeitung" und "FAZ") im politischen Berlin die Stimmen, die eine differenzierte Betrachtung von Rentenreformen je nach Region oder Erwerbsverlauf fordern. Überraschend: Während die SPD das Thema vorsichtiger anpackt, werden auch innerhalb der Union kritische Stimmen gegenüber zu radikalen Rentenkürzungen lauter. So könnte das Vorhaben, durchgreifend zu reformieren, in einer neuen Ost-West-Debatte enden.
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