CDU-Generalin Hoppermann will neue Nähe zur Partei-Basis schaffen

Franziska Hoppermann, frisch ernannte Generalsekretärin der CDU, sucht neue Wege, um das Vertrauen innerhalb der Mitgliedschaft und in der Bevölkerung zurückzuholen.

heute 01:02 Uhr | 1 mal gelesen

„Es ist höchste Zeit, dass wir wieder ehrlich und mit Nachdruck um das Vertrauen unserer eigenen Leute kämpfen“, erklärt Hoppermann gegenüber den Medien der Funke-Gruppe. Ihrer Meinung nach ist es nicht mehr genug, nur in den Berliner Büros zu diskutieren – die CDU müsse spüren, was an ihren Wurzeln passiert. Ihr Plan: Regelmäßige Treffen mit den Kreisvorsitzenden sollen schon bald wieder starten, um direkte Rückkopplung von unten sicherzustellen. Außerdem will sie selbst dorthin gehen, wo politische Arbeit bisher nur selten sichtbar wird; mitten in Wahlkämpfe, auf Märkte, zu Ehrenamtlichen und an die Stammtische. Hoppermann gibt offen zu, dass klare Konfrontation mit politischen Gegnern für sie kein Problem sei: „Ich kann natürlich auch mal scharf werden.“ Am wichtigsten aber: Politiker müssten endlich wieder merken, wie sich der Alltag für normale Menschen anfühlt. Ihre lange Erfahrung in der Kommunalpolitik gibt ihr dabei offenbar Selbstvertrauen – sie spricht von ganz konkreten Fragen wie sicheren Schulwegen oder der Erhaltung vom Wochenmarkt. Noch interessant: Während Merz von manchen als zu hart gesehen wird, sieht Hoppermann sein Auftreten anders: Direkt, empathisch, und bei schweren Vorfällen wie dem Anschlag in Berlin auch mitleidend.

Franziska Hoppermann will als neue CDU-Generalsekretärin offen auf die Parteibasis zugehen und wieder mehr Authentizität sowie Glaubwürdigkeit in den Mittelpunkt stellen. Geplant sind regelmäßige Treffen mit Kreisvorsitzenden, um die Stimmen vor Ort besser zu hören, und mehr persönliches Engagement im Wahlkampf wie auch im Ehrenamt. Sie setzt dabei auf die Erfahrung aus zwei Jahrzehnten Kommunalpolitik und betont die Bedeutung konkreter Alltagsthemen für politisches Vertrauen. Nach jüngsten Berichten etwa im Spiegel oder bei der Zeit steht die CDU aktuell massiv unter Druck – Umfragen sehen die Partei in mehreren Bundesländern im Sinkflug, während die AfD vielerorts zulegt. Hoppermanns Strategie, das Ohr wieder näher an die Wähler zu legen und sich in kleineren, greifbaren Problemen zu beweisen, soll berechnend und ehrlich wirken, schafft aber auch ein neues Spannungsfeld, denn nicht alle in der Partei sind überzeugt von Merz’ direkter Linie. Zeitgleich wird die CDU mit Skandalen um Geldflüsse und distanzierten Funktionären konfrontiert.

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