Concacaf wendet sich gegen Fifa-Investorenpläne – kein Boykott in Sicht

Nach der kritischen Haltung der Uefa widersetzt sich nun auch der Fußballverband aus Nord- und Mittelamerika den Investmentvorstellungen von Fifa-Chef Infantino.

heute 22:35 Uhr | 3 mal gelesen

Die offizielle Mitteilung kam am Donnerstag: Die Führungsriege der 41 Concacaf-Mitgliedsverbände war sich weitestgehend einig, was die Bewertung von Gianni Infantinos neuen Ideen betrifft – sie lehnen die Pläne ab, Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft in die Hände privater Geldgeber zu geben. Interessant ist, dass dabei nicht nur der Inhalt, sondern vor allem das Vorgehen in Frage gestellt wurde: Zu wenig Zeit, zu wenig Transparenz, zu viele Fragezeichen rund um Prüfverfahren und die Einbeziehung verantwortlicher Fifa-Gremien. Und dann ist da noch der finanzielle Aspekt – warum überhaupt Privatkapital, wenn die letzte WM ohnehin Rekordgewinne eingefahren hat? Während die Europäer sogar mit Boykott drohen, bleibt Concacaf erstaunlich nüchtern. Keine Drohungen, keine lauten Töne. Nur eine relativ sachliche Kritik, vielleicht geprägt von der eigenen Stellung im Weltfußball: Abwarten und Tee trinken, könnte man sagen. Spannend bleibt es trotzdem – der Druck auf Infantino wächst, auch ohne große Boykottdrohungen jenseits des Atlantiks.

Concacaf, der Fußballverband aus Nord- und Mittelamerika, widersetzt sich klar den Vorschlägen von Fifa-Präsident Gianni Infantino, Anteile an der Weltmeisterschaft zu privatisieren. Die Organisation kritisierte das mangelnde Verfahren, die sehr kurze Entscheidungsfrist und die fehlende Abstimmung innerhalb der Fifa, betonte aber – im Unterschied zur Uefa – dass kein Boykott geplant sei. Hintergrund ist, dass die Einnahmen der letzten Weltmeisterschaft ohnehin ein Rekordhoch erreichten, was Zweifel an der Notwendigkeit von Privatinvestoren weckt. Jüngste Medienberichte untermauern die wachsende Unzufriedenheit unter den internationalen Fußballverbänden. Die Uefa bleibt weiterhin bei ihrer harten Haltung gegenüber den Investorenplänen (Quelle: [faz.net](https://www.faz.net)), gleichzeitig wird in Lateinamerika lebhaft diskutiert, ob der Einfluss von Investoren die Strukturen des Fußballs essentiell verändern (Quelle: [spiegel.de](https://www.spiegel.de)). In anderen Berichten wird außerdem darauf verwiesen, dass die FIFA-Führung interne Unruhe erlebt, weil nicht zuletzt auch innerhalb des Verbandes Bedenken wachsen (Quelle: [sueddeutsche.de](https://www.sueddeutsche.de)).

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