Donnerstagabend an der Wall Street – ungewöhnlich lebhafte Schlusskurse: Der Dow Jones verabschiedete sich mit 50.849 Punkten, also beinahe zwei Prozent höher als am Vortag. Parallel dazu legte der S&P 500 kräftig auf etwa 7.394 Zähler zu, was einem Anstieg um 1,8 Prozent entspricht. Besonders auffällig: Technologiewerte haben sich sprichwörtlich nach vorne katapultiert, der Nasdaq 100 kletterte um stolze 3,3 Prozent auf grob 29.446 Punkte. Im Mittelpunkt stand ein Thema, das in den letzten Tagen für Nervosität sorgte: Der Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran. US-Präsident Trump hat – in einer für ihn typischen Kehrtwende – den bereits angekündigten Militärschlag gegen den Iran wieder gestoppt. Statt weiterer Drohgebärden wurde nun von einer absehbaren Einigung gesprochen. „Alle Beteiligten haben sich auf grundlegende und detaillierte Friedenspunkte verständigt“, verkündete Trump auf seiner eigenen Social-Media-Seite. Im Weißen Haus war sogar die Rede von einer „definitiven Befriedung“ des Konflikts. Die offiziellen Vereinbarungen, hieß es, könnten schon am Wochenende in Europa unterzeichnet werden.
Parallel dazu bewegte sich auch der Ölpreis deutlich nach unten. Für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent wurden am Donnerstagabend nur noch 89,08 Dollar gezahlt – das ist ein ordentliches Minus von 4,3 Prozent. Der Euro zeigte sich zur gleichen Zeit stark: ein Euro entsprach 1,1581 US-Dollar. Gold, oft als sicherer Hafen bei Unsicherheiten gefragt, wurde teurer und lag bei 4.210 Dollar pro Feinunze, was einem Gewinn von 3,3 Prozent entspricht, oder 116,89 Euro pro Gramm. Man könnte sagen: Viel Bewegung für einen Tag.
Die US-Börsen sind am Donnerstag kräftig gestiegen, nachdem die Meldung kursierte, dass US-Präsident Trump einen geplanten Angriff auf den Iran gestoppt und einen baldigen Friedensschluss in Aussicht gestellt hat. Anleger reagierten erleichtert, der Dow Jones gewann fast zwei Prozent, die Technologiebörse Nasdaq sogar über drei Prozent. Parallel dazu fiel der Ölpreis deutlich, während Gold und der Euro zulegten. Internationale Medien wiesen darauf hin, dass Unsicherheit über die weitere Entwicklung bleibt; so ist etwa unklar, inwiefern die angekündigte Entspannung wirklich nachhaltig sein wird. Die Kurse spiegeln aktuell die Erwartung wider, dass sich die geopolitische Lage rasch beruhigen könnte, doch Analysten verweisen auf die nach wie vor fragile Gesamtsituation. In der deutschen Berichterstattung wurde außerdem hervorgehoben, dass solche Kurssprünge an den Börsen auch neue Risiken bergen, sollte sich die Lage doch wieder verschärfen.