Also, ab der ersten Minute war klar: Hier lag was in der Luft. Kaum gestartet, zeigte Mexiko gleich Biss und nutzte South Africas Nachlässigkeit – Julián Quinones schnappte sich das Leder nach Sitholes Fauxpas und versenkte den Ball (ja, wirklich durch die Beine!) bei Keeper Williams schon in der neunten Spielminute. Soweit, so erwartbar, und doch schien Mexiko dann ein bisschen die Lust am Toreschießen zu verlieren. Es hagelte Chancen, aber eben keine Tore mehr bis zur Pause – irgendwas hakte im Zusammenspiel, selbst wenn Mexiko klar die Oberhand hatte.
Kaum rollte der Ball wieder, spielte die nächste Szene plötzlich alles durcheinander: Südafrikas Yaya Sithole haute Gutierrez um, Schiri Sampaio kannte kein Pardon und schickte ihn direkt mit Rot vom Feld. Wer jetzt dachte, Mexiko würde Überzahl spielend in ein Torfestival verwandeln, lag falsch. Die Gastgeber schienen nervös, ließen sich fast von der Stille ihrer eigenen Fans betäuben, während Südafrika trotz Unterzahl überraschend mutig blieb. Aber gefährlich? Naja, so halb. Rangel im mexikanischen Tor musste selten wirklich eingreifen.
Es dauerte bis zur 67. Minute bis endlich Erleichterung aufkam: Nach einer gelungenen Flanke von Alvarado netzte Jiménez per Kopf ein. Doch der Schlagabtausch ging munter weiter. Erst flog Südafrikas Zwane wegen einer Tätlichkeit runter, dann – im Nachspielwahnsinn – holte sich auch Mexikos Capitán Montes Rot ab. Drei Platzverweise bei einem WM-Auftakt? Gab’s noch nie. Das Spiel? Wenig elegant, viel Geholze, viele Fragezeichen. Die Gastgeber müssen sich dringend steigern, sonst bleibt das Eröffnungsspiel als fußballerischer Betriebsunfall mit historischem Kartenrekord in Erinnerung. Als nächstes duellieren sich Südkorea und Tschechien, mal sehen, ob die die Messlatte ebenfalls so schief hängen.
Das Eröffnungsspiel der WM 2026 sorgt mit Mexikos 2:0 gegen Südafrika für einen historischen Moment: Drei Platzverweise in einem Auftaktduell gab es bei einer Fußball-WM zuvor noch nie. Während die Gastgeber trotz Führung und Überzahl Mühe hatten, das Spiel zu kontrollieren, blieb die Partie von Fehlern geprägt und offenbarte Verbesserungspotenzial auf beiden Seiten. Ein Blick auf die aktuelle Nachrichtenlage zeigt, dass das frühe Turniergeschehen auch durch Nebengeräusche rund um Sicherheitsfragen und Fan-Kultur in Mexiko-Stadt mitgeprägt wird – die Stimmung im Land schwankt zwischen Euphorie und Skepsis, etwa wegen des öffentlichen Nahverkehrs während der Großveranstaltung, wie "taz" berichtet. Zusätzlich werden Themen wie der generelle Modernisierungsdruck im mexikanischen Fußball und die Auswirkungen strenger Regel-Auslegungen international diskutiert. "Spiegel Online" hebt in seiner Berichterstattung die historische Bedeutung der Kartenschwemme und die ambivalente Stimmungslage unter den mexikanischen Fans hervor. "FAZ.net" wiederum stellt das überraschende taktische Zögern der mexikanischen Mannschaft und den energischen Widerstand Südafrikas ins Zentrum ihrer Analyse.