Die Reise des SC Freiburg in die Europa League führte das Team nach Belgien, wo es beim KRC Genk knapp mit 0:1 unterlag. Zakaria El Ouahdi traf in der 24. Minute aus spitzem Winkel – ein durchaus sehenswerter Treffer, an dem aus Freiburger Sicht nur wenig zu kritisieren war, vielleicht einmal von der unglücklichen Zuordnung in der Defensive abgesehen. Davor wurde ein früher Freiburger Treffer (Manzambi, 10. Minute) wegen Abseits nicht gewertet. Das Glück war nicht auf Seiten der Breisgauer: Suzuki hämmerte den Ball in der 37. Minute nur an den Pfosten.
Für Mainz wurde der Abend in Tschechien nicht minder nervenaufreibend, auch wenn am Ende nicht viel Zählbares heraussprang: 0:0 gegen Sigma Olomouc. Besonders ärgerlich: Weiper vergab aus kurzer Entfernung, weil Torhüter Koutny glänzend reagierte. Auf der anderen Seite verhinderte die Mainzer Defensive einen späten Gegentreffer. Beide Clubs segeln weiter im Europapokal-Wind, allerdings bleibt noch alles möglich. Manchmal steckt ja genau darin der Reiz solcher Hinspiele.
Der SC Freiburg ist nach einer unglücklichen 0:1-Niederlage gegen KRC Genk unter Zugzwang, will er das Viertelfinale der Europa League noch erreichen. Mainz 05, dem trotz guter Chancen in Olomouc das Auswärtstor verwehrt blieb, braucht im Rückspiel eine Schippe mehr Durchschlagskraft. Die Partien blieben spannend und so steht weiterhin alles auf Messers Schneide. Im europäischen Wettbewerb kämpfen aktuell mehrere Bundesliga-Vertreter um das Weiterkommen. In anderen Achtelfinal-Begegnungen zeigt sich, dass kleine Fehler oder ungenutzte Chancen über das Weiterkommen entscheiden können. Das emotionale Wechselbad – von Abseits-Frust über Aluminiumglück bis zur Schlusschance – demonstriert, warum der Europapokal nach wie vor eine Bühne für Überraschungen und Dramatik ist.