Lesen im Stadion: Mainz knackt Weltrekord – 7.500 Kinder lesen im Takt

Mit einer Vorgeschichte, die fast nach Sommermärchen klingt: In Mainz schreiben tausende Kinder und Jugendliche Geschichte, indem sie im Fußballstadion eine La-Ola-Lesewelle mit vorlesen – und damit gemeinsam den Weltrekord holen. Der ganze Tag wird zur Ode ans Buch, organisiert von lokalen Partnern und prominenter Schriftstellerbegleitung.

heute 17:53 Uhr | 2 mal gelesen

Wann passiert es schon mal, dass ein Fußballstadion plötzlich zum Lesesaal wird? Am 10. Juni 2026 wurde die MEWA Arena genau das. Über 7.500 Kinder (um ganz ehrlich zu sein: exakt 7.508 – wer zählt da noch mit?) folgten dem Aufruf des sogenannten Leserattenservice, des 1. FSV Mainz 05 und von SWR1 Rheinland-Pfalz. Der Kinderbuchautor Stefan Gemmel stand mittendrin, als wären Worte Bälle und Sätze Tore. Das Ziel? Ein Weltrekord: die größte Vorlese-La-Ola aller Zeiten. Nacheinander, wie eine perfekt getimte Stadionwelle, liest jede Gruppe einen vorgegebenen kurzen Vers – eine poetische La-Ola, quer durchs ganze Rund. Überprüft und bescheinigt wurde der Triumph vom Rekord-Institut für Deutschland. Und ja, es klappte! Nach einer Stunde gemeinsamer Lesebegeisterung waren nicht nur viele Stimmen etwas angeschlagen, sondern auch der Weltrekord perfekt. Was dabei eigentlich zählt? Für mich ist es, dass Lesen dabei zu einem echten Miteinander wird – selten sieht man so viele Kids so aufgeregt bei einer 'Buchaktion'. Die bekommen übrigens als Andenken eine Urkunde (und vermutlich ganz schön viel Gesprächsstoff für den nächsten Aufsatz in der Schule). Übrigens, wer sagt, Bücher seien eine einsame Angelegenheit, irrt: Geht auch laut, wild und im Takt. Wer mag, findet mehr Fotos unter www.ARD-Foto.de – vielleicht erkennt sich die eine oder der andere ja selber irgendwo in der Wellen-Lesemenge.

Mainz hat im Juni 2026 bewiesen, dass Lesen kein stilles Hobby sein muss: Über 7.500 Jungen und Mädchen traten an, gemeinsam einen Weltrekord aufzustellen – und zwar das größte Vorlesen in einer La-Ola-Formation im Stadion. Hinter der Aktion steckt ein starkes Netzwerk aus Schulen, Vereinen und Medien, die zeigen wollen, wie gemeinsames Erleben und Leseförderung zusammengehören. Interessanterweise berichtet auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom zunehmenden Trend solcher großen Lese-Events als sozial verbindende Erlebnisse, besonders in einer Zeit, in der Lesekompetenz an Schulen oft nachlässt (Quelle: FAZ.net). Auf www.spiegel.de und www.dw.com finden sich zudem Analysen zu den Herausforderungen und Initiativen in der Leseförderung bei Jugendlichen, etwa durch neue Formate und Events, die soziale Integration stärken (Quelle: Spiegel.de, Quelle: DW.com).

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