WM 2026: Spätschichten für Fußballfans – Apotheken in Nordrhein warnen vor Gesundheitsrisiken

Düsseldorf – Lange Nächte, verschobene Essenszeiten, Stress und gelegentlich zu viel Bier: Die Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko fordert nicht nur den Schlafrhythmus vieler Fans heraus, sondern stellt auch Apotheken im Westen Deutschlands vor neue Beratungsaufgaben.

heute 17:59 Uhr | 3 mal gelesen

Kaum rollt der Ball bei der kommenden FIFA-Weltmeisterschaft in Nordamerika, geraten in Deutschland für eingefleischte Fans die Uhren aus den Fugen. Wegen der Zeitverschiebung werden viele Partien erst zu ungewohnt späten Stunden ausgestrahlt – das bedeutet: weniger Schlaf, unregelmäßige Mahlzeiten und manchmal ein gewisses Chaos im Alltag.

Für viele steht der WM-Lifestyle für Emotion, Gemeinschaft und auch Nachsicht mit den eigenen Gewohnheiten. Allerdings können sich die nächtlichen Fan-Sessions – besonders bei Menschen mit Grunderkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Herzleiden – als gesundheitliche Stolperfalle entpuppen. Schlafreduktion, ein höherer Alkoholkonsum, ungesunde Snacks und das Vergessen von Medikamenten können Probleme verschärfen.

„Wir merken, wie wichtig die Apotheke als niederschwellige Anlaufstelle gerade während solcher Ausnahmesituationen ist“, meint Thomas Preis vom Apothekerverband Nordrhein. Das Team schaut genauer hin und gibt Tipps, wie man die Begeisterung mit dem eigenen Wohlergehen in Einklang bringt.

Alkohol und Medikamente: Eine tückische Kombi

Während ein Feierabendbier beim Torjubel dazugehört, lauern im Hintergrund Wechselwirkungen mit Medikamenten. Alkohol verändert die Wirkung vieler Arzneien und kann Nebenwirkungen verstärken – vor allem Herzmittel, Schmerztabletten, Antidepressiva, Allergiemittel oder Diabetespräparate sind riskant. Die Folgen? Von Kreislauflöchern bis zu nicht mehr greifenden Therapien ist alles drin.

Dr. Armin Hoffmann von der Apothekerkammer Nordrhein empfiehlt daher das Gespräch in der Apotheke – besser noch: mineralwasser statt Wein. „Viele unterschätzen, wie stark Alkohol die Tabletten-Performance beeinträchtigen kann“, sagt er.

Das Herz im Ausnahmezustand

Dass Fußball nicht nur für Stimmung, sondern auch für gesteigerte körperliche Anspannung sorgt, unterstreicht eine frische Studie aus Bielefeld: An Tagen großer Spiele schoss der Stresspegel bei Arminia-Fans signifikant nach oben. Sogar Fernsehzuschauer entwickelten eine gesteigerte Herzfrequenz – Stadionbesucher natürlich erst recht. Und – wenig Überraschung – bei Alkoholgenuss hüpft das Herz noch mehr. Das ist vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen ein klares Warnsignal.

Preis rät: „Warnzeichen wie Schmerzen in der Brust, Luftnot oder Schwindel nicht wegdrücken – und Medikamente zuverlässig einnehmen!“

WM-Food: Der Mittelweg zählt

Kurze Nächte verlangen nach Energie, und so kommen Knabbereien, Softdrinks und Fastfood gerne auf den Couchtisch. Wer wochenlang dem „Stadionsnack-Modus“ verfällt, riskiert jedoch, seinen Stoffwechsel und bestehende Krankheiten aus dem Gleichgewicht zu bringen. Mehr Gemüse, Wasser statt Limo und ein paar Nüsse zwischendurch können einen Unterschied machen – niemand muss ganz aufs Genießen verzichten.

Dr. Hoffmann betont: „Es zählt die Balance – nicht der perfekte Ernährungsplan, aber ein wenig Achtsamkeit.“

Schlafdefizit – nicht bloß ein bisschen Müdigkeit

Die WM spürbar zu verschlafen, ist fast schon Tradition. Doch mehrere kurze Nächte in Folge drücken auf Herz, Konzentration und das Immunsystem. Für Menschen, die regelmäßig Tabletten nehmen, bleibt: besser an die üblichen Einnahmezeiten halten und ausreichend Pause gönnen, wenn möglich.

Preis warnt: „Dauerhafter Schlafmangel kann mehr auslösen als nur kleine Augenringe – am Ende droht eine echte Belastung für angeschlagene Körper.“

Apotheken am Puls der Zeit

Ob am Tag oder in der Nacht: Apotheken in Nordrhein stehen weiterhin als Gesundheitsbegleiter zur Verfügung. Dr. Hoffmann weist auf den Notdienst hin, damit keine WM-Nacht in gesundheitlicher Schieflage endet. Das Team drückt die Daumen – möglichst gesund durch das Turnier!

Kompakt: Fit durch die WM-Nächte

Pressekontakt: Jens A. Krömer | Apothekerkammer Nordrhein | Poststr. 4 | 40213 Düsseldorf | Tel. 0211 8388-119 | https://www.aknr.de/presse

Quelle: Apothekerkammer Nordrhein via news aktuell

http://ots.de/600250

Die Fußball-WM 2026 droht wegen der Zeitverschiebung in Nordamerika viele deutsche Fans um ihren gewohnten Schlaf zu bringen – mit möglichen gesundheitlichen Problemen. Hauptgefahren sind gestörte Einnahmezeiten von Medikamenten, Wechselwirkungen mit Alkohol, unausgewogene Ernährung und erhöhter Stress, insbesondere bei Personen mit chronischer Vorerkrankung. Apotheken bieten speziell während der WM-Phase ausführliche Beratung, übernehmen im Notdienst Verantwortung und unterstützen bei Fragen rund um Medikamenteneinnahme, Ernährung sowie Risikovermeidung. Neuere Recherche ergibt: • Die Stiftung Gesundheit warnt in aktuellen Beiträgen ebenso vor den gesundheitlichen Herausforderungen durch Events mit Zeitverschiebung und legt den Fokus auf Präventionsmöglichkeiten auch abseits der Beratungen in Apotheken. • Laut aktuellen Berichten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind gerade junge Erwachsene empfänglich für schädliche Schlaf- und Konsumgewohnheiten bei internationalen Sportereignissen. • In kanadischen Fachzeitschriften werden spezifisch auch die psychischen Belastungen thematisiert, die durch nächtliche Sportübertragungen – und damit verbundenen sozialen Jetlag – bei Zuschauern aller Altersgruppen entstehen. Schlafexperten empfehlen gezieltes Lichtmanagement und das Vermeiden von zu spätem Koffeinkonsum. • Zuletzt gab es Diskussionen um die Rolle von Community-Apotheken bei Großereignissen. Mit der Zunahme an Selbstmedikation, aber auch Suchtgefahren durch Quotensteigungen bei Alkohol- und Snackverkauf, stehen Beratung und Koordination im Mittelpunkt (siehe aktuelle Berichte der Deutschen Apothekerzeitung). • Im Bereich Digitalisierung testet Nordrhein gerade vermehrt Apps, die an Medikamenteneinnahmen erinnern – ein zusätzlicher Service zur klassischen Beratung.

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