Nach dem klaren Signal aus der Politik, dass der sogenannte Tankrabatt nicht über Juni hinaus verlängert wird, ging der Mineralölverband auf Nummer sicher: Die Steuererleichterung auf Benzin und Diesel, so die offizielle Verlautbarung, werde bis zum letzten Tag wie versprochen an die Kunden weitergegeben. Ganz ohne Trickserei oder Hintertürchen, versichert ein Sprecher – nachzulesen etwa in der aktuellen Ausgabe der 'Rheinischen Post'. Es klingt fast trotzig: Seit Beginn habe man sich daran gehalten, sagt der Verband, und daran werde sich auch jetzt nichts mehr ändern. Bemerkenswert ist dabei der stoisch betonte 'harte Preiskampf' zwischen den rund 14.000 Tankstellen hierzulande. Auch nach dem Tankrabatt rücke da offenbar niemand freiwillig von seiner Konkurrenzposition ab – zu groß sei der Aufwand, die Stammkundschaft zu halten. Ganz so emotionslos scheint das Thema aber nicht zu sein. Denn der Verband findet: Der Staat hat mit der zeitweisen Entlastung der Bürger inmitten des Nahostkonflikts 'richtig' gehandelt. Nur wie nachhaltig solche Eingriffe sind, steht, ehrlich gesagt, auf einem anderen Blatt.
Der deutsche Mineralölverband Fuels und Energie hat bekräftigt, die vergünstigte Steuer auf Kraftstoffe wie Benzin und Diesel an Tankstellen bis Ende Juni vollständig an die Verbraucher weiterzugeben. Hintergrund ist, dass die Regierung den Tankrabatt, ursprünglich als Reaktion auf gestiegene Energiepreise infolge geopolitischer Spannungen eingeführt, wie erwartet nicht verlängert. Experten und Verbraucherverbände beobachten die Preisentwicklung an den Zapfsäulen genau – immer wieder steht die Branche wegen angeblicher 'Durchreichungslücken' in der Kritik, auch wenn Preisvergleiche bislang meist die Aussage des Verbandes stützen. Neue Analysen zeigen zudem, dass trotz starker Schwankungen an den Ölbörsen der Rabatt bislang tatsächlich weitgehend an die Konsumenten prompt weitergegeben wurde, wobei regionale Unterschiede bleiben. Nach Ablauf des Tankrabatts wird allgemein mit einem spürbaren Preisanstieg gerechnet, was wiederum politische Debatten über weitere Entlastungsmaßnahmen anschürt.