Siemens Energy denkt über Ausgliederung der Industriesparte nach

Im Management von Siemens Energy wird offenbar eine Loslösung des Bereichs ‚Transformation of Industry‘ diskutiert – das birgt Chancen und Risiken.

heute 12:00 Uhr | 3 mal gelesen

Laut einem vertraulichen Dokument, aus dem das ‚Manager Magazin‘ zitiert, prüft Siemens Energy aktuell die Option, seine Sparte ‚Transformation of Industry‘ abzuspalten. Die Idee, so heißt es, könnte sowohl für das Unternehmen als auch für dessen Anteilseigner mittelfristig von Vorteil sein – zumindest, wenn man den Einschätzungen der internen Strategen folgen will. Den Bereich selbst leitet Anne-Laure de Chammard, sie führt ein Team aus rund 17.000 Beschäftigten und betreut Produkte wie Kompressoren, Dampfturbinen sowie Systeme zur Energiespeicherung. Umsatztechnisch lag die Sparte zuletzt bei etwa 5,7 Milliarden Euro – also durchaus eine Hausnummer. Die Unternehmenskommunikation hält sich trotzdem bedeckt und verweist darauf, das gesamte Portfolio permanent weiterzuentwickeln sowie regelmäßig auszuwerten – angeblich wurde noch nichts entschieden. Aber mal ehrlich – dass solche Überlegungen an die Öffentlichkeit dringen, ist selten ein reiner Zufall.

Siemens Energy könnte mit der Trennung von ‚Transformation of Industry‘ einen strategischen Kurswechsel einläuten – der Schritt würde Strukturen verschlanken, aber auch Unsicherheiten für viele Mitarbeitende und den Markt bedeuten. Die mögliche Abspaltung kommt in einer Zeit, in der Energieunternehmen verstärkt auf Flexibilität und Fokussierung setzen – nicht zuletzt aus Kostendruck und wegen technologischer Veränderungen. Unionen und Analysten diskutieren indes, ob eine solche Trennung wirklich nachhaltiges Wachstum bringt oder nur kurzfristig die Bilanz frisiert. In jüngsten Berichten wird häufig betont, wie Siemens Energy nach milliardenschweren Problemen bei Windkraft-Tochter Gamesa dringend auf eine Neuausrichtung drängt. Aktuell äußert sich auch die IG Metall kritisch und fordert Standortsicherheit für tausende Beschäftigte – laut mehreren Wirtschaftsmeldungen steht außerdem im Raum, wie der globalisierte Wettbewerbsdruck und technischer Wandel industrielle Kernbereiche beeinflussen könnten.

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