Fregatte "Nordrhein-Westfalen" übernimmt Mittelmeer-Mission von der "Sachsen-Anhalt"

Am Freitag, dem 13. Februar 2026, bricht die Fregatte "Nordrhein-Westfalen" unter Führung von Kapitän Rico Geisler von Wilhelmshaven ins Mittelmeer auf – Ziel: Die Unterstützung der UNIFIL-Mission vor der libanesischen Küste.

heute 11:05 Uhr | 3 mal gelesen

Die Besatzung der "Nordrhein-Westfalen" übernimmt ein anspruchsvolles Mandat: Im Rahmen der UN-Mission UNIFIL sollen sie nicht nur die Seeräume rund um den Libanon überwachen, sondern die libanesische Marine auch weiterbilden. Der Kommandant sieht den Einsatz als entscheidenden Beitrag zur Friedenswahrung – vor allem in der engen Arbeit gegen Waffenschmuggel, der diese Region seit Jahren instabil hält. "Ehrlich gesagt, ist die Erwartung groß, aber wir sehen darin eine Chance, wirklich nachhaltig etwas zu bewegen", merkt Geisler an. Interessanterweise begleitet eine bunt gemischte Crew das Schiff: Neben routinierten Marinesoldatinnen und -soldaten sind Einsatzkräfte des Seebataillons aus Eckernförde an Bord, um für zusätzliche Sicherheit zu sorgen. Sogar Offizieranwärterinnen und -anwärter des Jahrgangs 2025 sind mit von der Partie – vermutlich ein ganz besonderer Karrierestart. Übrigens: Die Fregatte "Nordrhein-Westfalen" ist Teil der relativ neuen Baden-Württemberg-Klasse, einer Kriegsschiffs-Generation, die genau für solche langfristigen, „robusten“ Stabilisierungsmissionen entwickelt wurde. Diese Schiffe sollen möglichst autark in internationalen Krisengebieten operieren können – ein Ergebnis aus Jahren, in denen die deutsche Marine mehr als einmal ihre Einsatzkonzepte adaptieren musste. Noch ein Gedanke am Rande: Neben Deutschland beteiligen sich auch Griechenland, Bangladesch, Indonesien und die Türkei an der Seeraumüberwachung vor dem Libanon, was die Komplexität auf See erheblich steigert. Für die Medien gibt’s einen eigenen Pressetermin vor dem Auslaufen – aber wer zu spät kommt, schaut eben in die Röhre.

Die "Nordrhein-Westfalen" setzt als modernes F125-Schiff ihre Fahrt ins Mittelmeer fort, um die UNIFIL-Mission der Vereinten Nationen zu unterstützen, einem Einsatz, bei dem internationale Streitkräfte seit 2006 eine Pufferzone im Südlibanon sichern und insbesondere Waffenschmuggel unterbinden. Neben der Überwachung auf See besteht ein Schwerpunkt in der Zusammenarbeit mit der libanesischen Marine, um diese eigenständig zu machen – ein Ziel, das immer wieder unter politischem Druck und angesichts regionaler Spannungen steht. Weiterführend stehen die deutschen Streitkräfte vor Herausforderungen wie dem drohenden Spannungsanstieg im Nahen Osten und dem ständigen Spagat zwischen sicherheitspolitischer Verantwortung und innenpolitischer Skepsis gegenüber Auslandseinsätzen – aktuell werden bundesweit Debatten über die Zukunft der deutschen Beteiligung an UN-Missionen geführt, wobei vor allem die Frage im Raum steht, wie viel Einfluss die Einsätze tatsächlich auf die Stabilisierung der Region haben.

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