ZDF-Politbarometer Februar 2026: Mehrheit der Deutschen findet Arbeitszeit ausreichend / Skepsis gegenüber Putins Friedensbereitschaft bleibt

Noch immer hält die überwältigende Mehrheit der Befragten das gängige Arbeitspensum in Deutschland für ausreichend – die Kritik mancher Politiker an der angeblich zu geringen Arbeitsleistung stößt weitgehend auf Ablehnung. Gleichzeitig bleiben die Deutschen überzeugt davon, dass Wladimir Putin an einer langfristigen Waffenruhe im Ukraine-Konflikt wenig Interesse zeigt. In den weiteren Umfrageergebnissen spiegeln sich zudem Sorgen über Sozialversicherung, Zurückhaltung bei Militäreinsätzen und eine eher pessimistische politische Stimmung.

heute 10:23 Uhr | 2 mal gelesen

Bild der Arbeitswelt

Viele Stimmen aus konservativen Kreisen werfen deutschen Arbeitnehmern gerne vor, sie würden sich auf eine faule Haut legen. Doch die Mehrheit – um genau zu sein 75 Prozent – lässt diesen Vorwurf nicht gelten, darunter auch zahlreiche CDU/CSU-Anhänger. Bei der wirtschaftlichen Entwicklung sieht ein gutes Drittel der Älteren über 60 jedoch Mehrarbeit als Chance, während die Jüngeren davon eher wenig halten. Und fast alle sind sich einig: Für mehr Leistung braucht es bessere Bedingungen, nicht bloß zusätzliche Arbeitsstunden.

Soziale Sicherung – Wunsch und Wirklichkeit

Ein hoher Anteil bekennt sich offen zu einem Land, das mit hohen Steuern solide Sozialleistungen finanziert. Aber gerade bei der Funktionsfähigkeit der Sozialversicherungen herrscht verbreitete Unruhe: Viele sprechen von großen Problemen, einige befürchten sogar den Kollaps. Mehr Geld vom Staat als Hauptlösung? Darauf setzt die Mehrheit, während Kürzungen oder höhere Beiträge weniger Anklang finden.

Politische Lage und Köpfe

Die CDU/CSU bleibt stärkste Kraft, eine Regierungsmehrheit mit der SPD ist aber nicht in Sicht. In der Beliebtheitsskala sticht Verteidigungsminister Pistorius weiterhin hervor. Etwas ins Hintertreffen geraten jedoch führende Köpfe von CSU und AfD.

Weltpolitik und Unsicherheiten

Putin – ein taktierender Friedensapostel? Glaubt hier kaum jemand, die breite Mehrheit schreibt ihm keinerlei echtes Interesse an einer stabilen Waffenpause zu. Dass die Krise um den Iran schwelende Angst vor einer Eskalation auslöst, ist ebenfalls deutlich spürbar: Die Deutschen zeigen klare Ablehnung gegenüber einem möglichen US-Militäreinsatz und befürchten, dass daraus ein Flächenbrand in der Region entsteht.

Methodisches Vorgehen

Die Zahlen stammen erneut von der Forschungsgruppe Wahlen, erhoben Anfang Februar über Telefon und Internet bei gut 1.200 Wahlberechtigten. Politische Stimmungen schwanken, so wie das Leben – und so geht es weiter im Februar mit neuen Daten.

Die ZDF-Umfrage im Februar 2026 verdeutlicht: Ein Großteil der Deutschen steht hinter dem aktuellen Arbeitspensum und weist politische Forderungen nach Mehrarbeit als pauschalen Vorwurf zurück. Sorgen bereiten insbesondere die Lage der Sozialversicherungen – viele sehen den Staat in der Pflicht, die Finanzierung zu sichern. In der Außenpolitik misstraut die Bevölkerung Putins angeblichen Friedensbekundungen und lehnt auch militärische Eskalationen im Nahen Osten ab. Nach aktuellen Recherchen zeigen weitere Medien wie die Süddeutsche Zeitung, die FAZ und Zeit.de derzeit auf, dass die Debatte um Arbeitszeiten im Zuge von Fachkräftemangel und gestiegenen Lebenshaltungskosten weiter an Dynamik gewinnt, wobei besonders jüngere Generationen alternative Arbeitsmodelle fordern. Darüber hinaus beschäftigen viele Deutsche laut aktuellen Umfragen das Gefühl wachsender Unsicherheiten, sowohl politisch als auch wirtschaftlich, und die Frage, ob das bestehende politische System noch in der Lage ist, gesellschaftliche Herausforderungen glaubwürdig und kraftvoll zu lösen.

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