Berlin als Bühne für die Sehnsucht nach einem freien Iran
Iran lechzt nach Freiheit – so empfinden es zumindest viele, die den immer gleichen, harten Griff des Regimes satt haben. In Berlin bündeln sich die Stimmen des Widerstands, die nicht wegen eines einzelnen Ereignisses laut werden, sondern weil sie das System als Ganzes satt haben: Ein Apparat, der auf Einschüchterung, Kontrolle und blutiger Unterdrückung aufbaut, wird seinen Druck nicht lockern, solange er besteht. Über vierzig Jahre und kein Wandel – das Regime zeigt sich weiter unbelehrbar.
heute 19:00 Uhr | 4 mal gelesen
Wer auf eine echte Zeitenwende im Iran hofft, der muss sich wohl eingestehen: Die treibende Kraft kann nur im Land selbst entstehen. Mutige Menschen gehen trotz aller Angst und Gefahr wieder und wieder auf die Straße – doch es braucht mehr als Einzelaktionen, es braucht ein starkes, organisiertes Netzwerk, das der Militärmaschinerie – vor allem den Revolutionsgarden (IRGC) – Paroli bieten kann. Außenpolitisch kann von außen kaum ein Umsturz bewerkstelligt werden. Aber westliche Staaten können ihre Rolle überdenken: Sanktionen gegen Finanzströme des Regimes, ein kompromissloses Vorgehen gegen die IRGC als Terrorgruppe, das Schließen von Netzwerken des Regimes in Europa – all das schwächt das Regime. Viel zu lang blieb Straflosigkeit für Menschenrechtsverletzungen die Regel, doch universelle Gerichtsbarkeit könnte Verantwortliche vielleicht eines Tages zur Rechenschaft ziehen. Berlin taugt hier zum Zeichen: Am 7. Februar treffen hier Exil-Iraner, Menschenrechtsaktivisten und Unterstützer aufeinander, um ein Zeichen zu setzen – laut, mutig, bunt: für ein freies, selbstbestimmtes Iran, gegen Unterdrückung. Man wird sehen, was bleibt – aber der Moment zählt.
Der Text betont, dass tiefgreifende Veränderungen im Iran hauptsächlich von der eigenen Bevölkerung sowie einer entschlossenen, organisierten inneren Widerstandsbewegung ausgehen müssen, da das Regime bisher jeder Form von Reform oder externer Beschwichtigung getrotzt hat. Maßnahmen aus dem Ausland – etwa die Listung der IRGC als Terrororganisation und konsequente Sanktionspolitik – können die Position der Protestierenden stärken und Druck auf das Regime erhöhen, doch die eigentliche Kraft zur Erneuerung ruht im Iran selbst. Die geplante Demonstration in Berlin am 7. Februar steht daher symbolisch für die internationale Solidarität mit dem iranischen Volk, gleichzeitig aber auch für die Notwendigkeit einer internationalen Strategie, die jenseits bloßer Lippenbekenntnisse konkrete politische und juristische Maßnahmen umfasst. Zusätzliche Internetrecherche zeigt, dass die internationale Unterstützung für die iranische Protestbewegung angesichts jüngster Repressionswellen und gezielter Hinrichtungen erneut wächst; im UN-Menschenrechtsrat werden aktuell weitere Maßnahmen gegen Teheran debattiert, während die Bundesregierung fordert, iranische Verantwortliche konsequenter zur Verantwortung zu ziehen. Der gesellschaftliche Widerstand im Iran wird zudem zunehmend weiblich geprägt, insbesondere nach dem Tod von Jina Mahsa Amini und im Zuge der fortdauernden "Frau, Leben, Freiheit"-Bewegung, deren Rückhalt unter jungen Menschen auch nach Monaten nicht abreißt.