Iran-Spannungen lassen Transportkosten explodieren: Deutsche Baumschulen unter Druck

Berlin – Der Irankonflikt wirbelt derzeit den globalen Energiemarkt durcheinander. Da zentrale Seerouten wie die Straße von Hormus blockiert oder eingeschränkt sind, schießen die Preise für Diesel und Benzin bei uns massiv in die Höhe. Besonders für Baumschulen, die auf bezahlbare Transporte angewiesen sind, bedeutet das eine echte Kostenlawine.

heute 10:46 Uhr | 1 mal gelesen

Manchmal hat man das Gefühl, politische Krisen passieren irgendwo weit weg – bis plötzlich der Gang zur Zapfsäule doppelt weh tut. In Deutschlands Baumschulbetrieben ist das keine abstrakte Angelegenheit mehr: Wenn Diesel, von dem der Transport jeder einzelnen Pflanze abhängt, rasant teurer wird, geraten Wirtschaftspläne gehörig ins Wanken. Schon innerhalb weniger Tage nach den jüngsten Spannungen rund um den Iran meldeten zahlreiche Baumschulen spürbar gesprungene Frachtkosten. Markus Guhl, Geschäftsführer des BdB, bringt es auf den Punkt: 'Wir können die gestiegenen Kosten nicht auffangen, egal wie viel wir hin- und herrechnen.' Die Auswirkungen werden sich zwangsläufig weiter durchziehen – Gartenbau, Kommunen, Privatkunden würden das Preiskarussell bald zu spüren bekommen. Wie lange das Ganze andauert? Schwer zu sagen, solange sich auf den Weltmeeren und in den politischen Chatrooms nichts entspannt. So bleibt vielen Branchenakteuren im Moment nur, abzuwarten und sich auf weitere Turbulenzen einzustellen.

Durch die jüngsten geopolitischen Spannungen rund um den Iran sind Öllieferungen weltweit ins Stocken geraten – das treibt hierzulande besonders den Preis für Diesel spürbar nach oben. Baumschulbetriebe, die täglich auf Transport angewiesen sind, haben umgehend mit Kostenexplosionen zu kämpfen und warnen vor weiteren Preisanstiegen für Endkunden. Nach aktuellen Medienrecherchen ist eine Entspannung erst absehbar, wenn sich die Situation in der Region stabilisiert; kurzfristige Lösungen zeichnen sich momentan nicht ab. Zusätzlich haben laut Deutschlandfunk die deutschen Verbraucher die höchsten Spritpreise seit 2022 zu verkraften (Quelle: https://www.deutschlandfunk.de), während beide Groß- und Einzelhandelsbranchen steigende Logistikpreise in ihre Kalkulationen aufnehmen (Quelle: https://www.spiegel.de). Neue Stimmen fordern eine politische Debatte über Entlastungspakete für Branchen mit hohem Frachtaufkommen, doch greifbare Maßnahmen stehen noch aus (Quelle: https://www.zeit.de).

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