Berlin lobt Annäherung zwischen Assad-Regime und kurdischem Bündnis

Die deutsche Regierung äußert sich positiv zum jüngst erzielten Kompromiss zwischen Syriens Machthabern und den kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) – ein Schritt, den man als Meilenstein auf dem Weg zur Befriedung und Stabilisierung des zerrissenen Landes wertet.

heute 19:11 Uhr | 4 mal gelesen

Von offizieller Seite in Berlin heißt es, man begleite und unterstütze weiterhin gemeinsam mit internationalen Partnern die Bemühungen, die SDF friedlich und dauerhaft in Syriens staatliche Strukturen einzubinden. Nach langem Ringen und teils erbittertem Widerstand sieht das neue Abkommen vor, dass die Waffen an den Linien schweigen und Truppen Schritt für Schritt zurückgezogen werden. Kurdische Einheiten – bislang weitgehend autonom agierend – sollen fortan als spezielle Brigade in der syrischen Armee dienen. Auch Sicherheitskräfte aus Damaskus werden in bisher kurdisch kontrollierte Städte entsandt. Es ist, wenn man ehrlich ist, ein bemerkenswerter Wandel in einem jahrzehntealten Konflikt, bei dem Misstrauen, Grenzlinien und Identitäten fest zementiert schienen. Ob sich daraus wirkliche Stabilität entwickelt? Persönlich bin ich da noch vorsichtig optimistisch – zu oft haben politische Abmachungen in Syrien im Wind der Realität zerbröselt.

Das deutsch begrüßte Abkommen zwischen SDF und syrischer Regierung gilt international als Hoffnungsschimmer, wobei viele Experten betonen, dass die tatsächliche Umsetzung entscheidend sein wird. Besonders spannend bleibt der weitere politische und gesellschaftliche Umgang mit den kurdischen Kräften, denn sie waren lange Zeit ein eigenständiger Machtfaktor in Nordostsyrien und verfügen über starke lokale Unterstützung. Während das Waffenstillstandsabkommen als dringend notwendige Atempause gefeiert wird, gibt es in syrischen Bürgerkriegsgebieten weiterhin zahlreiche Unsicherheiten—die Rückkehr zu einer gemeinsamen Verwaltung unter Damaskus wird vielerorts eher skeptisch beäugt. Aus aktuellem Anlass wurde jüngst auch in internationalen Medien diskutiert, wie Russland und die USA auf die Vereinbarung reagieren werden; ihre jeweilige Militärpräsenz und Einflussnahme könnten neue Konfliktlinien schaffen. Außerdem wurde berichtet, dass humanitäre Organisationen hoffen, dass der Waffenstillstand einen besseren Zugang für Hilfslieferungen schafft und Zivilisten endlich aufatmen lässt.

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