An diesem 20. Spieltag der 2. Bundesliga mussten sich die Nürnberger mit einem 1:1 zufriedengeben – nicht ganz das, was man sich in Franken erhofft hatte. Hannover 96 dagegen verwandelte seine Chancen effizienter und feierte einen knappen 2:1-Auswärtserfolg in Magdeburg.
Zu Beginn der Partie war Hannover in Magdeburg die wacher wirkende Mannschaft, und so war es Daisuke Yokota, der sich in der 38. Minute nicht zweimal bitten ließ und nach kurzer Verwirrung im Strafraum zur Führung einschob. Magdeburg kam dann nach dem Seitenwechsel mit mehr Biss aus der Kabine: Ein sehenswerter Treffer von Baris Atik in der 53. Minute nach Vorarbeit von Stalmach glich das Geschehen kurzzeitig aus. Doch Gastfreundschaft gibt’s im Fußball bekanntlich selten, und bereits drei Minuten später hatte Enzo Leopold – nach feinem Zusammenspiel mit Elias Saad – für die endgültige Entscheidung gesorgt. Magdeburg probierte es weiter, hatte bei einem Lattenknaller von Mathisen Pech, aber Hannover brachte das Ergebnis mit ein bisschen Glück und viel Kampf über die Zeit.
Nürnberg hingegen schien im eigenen Max-Morlock-Stadion auf Kurs Heimsieg: Zomas Führungstor in der 56. Minute kam nach viel Druck und einem clever ausgenutzten Fehler der Gäste. Leider spielte man aber zu nachlässig weiter und wurde dafür sogleich zur Rechenschaft gezogen. Münsters schneller Umschaltmoment in der 63. Minute, eingeleitet von Hendrix und mit einem schönen Doppelpass gekrönt, brachte den Ausgleich. In der letzten halben Stunde fehlte beiden Teams das Quäntchen Durchschlagskraft – so blieb es beim leistungsgerechten Unentschieden.
Hannover 96 behält nach überzeugender Vorstellung die Oberhand in Magdeburg, während der 1. FC Nürnberg trotz Überlegenheit und spielerischer Initiative den Sieg gegen ein hartnäckiges Team aus Münster verpasst. Die Ergebnisse spiegeln die aktuell enge Tabellenkonstellation der Liga wider, in der jeder Punktgewinn entscheidend sein kann. Interessant ist, dass beide Partien durch Phasenwechsel geprägt waren: Für Hannover führte Zielstrebigkeit in den entscheidenden Momenten zum Erfolg, während Nürnberg wie schon häufiger in dieser Saison durch eine Schwächephase das Ergebnis aus der Hand gab.
Nach neuesten Berichten spitzen sich die Rechenspiele um die direkten Aufstiegsplätze und die Abstiegszone weiter zu, wobei insbesondere Hannover mit diesem Dreier weiter oben anklopft. Laut taz blieben die Erwartungen bei den Fans gemischt; Hannovers Offensivgeist setzt zwar Akzente, doch mag die Defensive noch einige Fragen offen lassen (Quelle: taz.de). Über die emotionale Seite der Partien berichtet die Zeit, dass Nürnbergs Anhang nach dem späten Ausgleich spürbar gefrustet war und bereits erste Trainerdiskussionen in Fankreisen aufkeimen (Quelle: zeit.de). Zusätzlich beschreibt die FAZ den Kampf in Magdeburg als Paradebeispiel für den rauen Alltag der 2. Bundesliga: Kleine Fehler, große Auswirkungen – und immer diese Hoffnung, dass das Glück auf der eigenen Seite bleibt (Quelle: faz.net).