JU-Vorsitzender fordert schärfere Aufsicht über den Finanzminister

Angesichts neuer Hinweise auf mögliche Zweckentfremdung von Sondervermögen verlangt Johannes Winkel, Chef der Jungen Union, vom Bundestag eine intensivere Kontrolle von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). "Man hat den Bürgerinnen und Bürgern Investitionen in Schiene und Straße in Aussicht gestellt", erläuterte Winkel gegenüber der "Bild".

heute 14:56 Uhr | 2 mal gelesen

„Wenn ich sehe, was tatsächlich mit den bereitgestellten 500 Milliarden Euro passiert, kann ich nur den Kopf schütteln. Das ist doch absurd.“ Für Winkel muss Klingbeil dringend öffentlich Stellung nehmen; außerdem sei der Bundestag in der Pflicht, die Finanzpolitik des Ministers viel genauer unter die Lupe zu nehmen. In sachlicher, aber deutlicher Tonlage zieht er Parallelen zu Frankreich in den 2010er-Jahren und warnt: "Damals wurden dort bedenkenlos Schulden gemacht – das Resultat ist ein Land, das heute mit massiver Staatsverschuldung kämpft." Winkel sieht die Gefahr, dass Deutschland auf einen ähnlichen Kurs geraten könnte, wenn nicht mit mehr Sorgfalt auf die Verwendung der Gelder geachtet wird.

Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union, äußert erhebliche Zweifel an der Verwendung der im Sondervermögen bereitgestellten Gelder und fordert mehr Transparenz vom Bundesfinanzminister sowie strengere parlamentarische Kontrolle. Hintergrund ist eine aktuelle Debatte um Vorwürfe, dass Mittel aus dem Sondervermögen – ursprünglich für wichtige Infrastrukturprojekte wie Straßen- oder Schienenausbau gedacht – teilweise für andere, teils wenig sichtbare Maßnahmen genutzt werden. Neuere Medienberichte zeigen, dass die Bundesregierung zunehmend Kritik von Opposition und Wirtschaft für eine ausufernde Ausgabenpolitik und fehlende Nachvollziehbarkeit erhält; auch Experten warnen vor einer wachsenden Staatsverschuldung, die langfristig Deutschlands Haushaltsstabilität gefährden könnte.

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