Die Deutsche Bank hat sich in einem jahrelang schwelenden Streit um Cum-Ex-Fonds mit dem Fiskus und weiteren Banken auf die Verteilung der Steuerschuld geeinigt. Bei Cum-Ex-Geschäften wurden Aktien über einen kurzen Zeitraum so gehandelt, dass Steuern auf Dividenden mehrfach erstattet wurden – insgesamt ist ein Steuerschaden von mehr als 200 Millionen Euro angefallen. Trotz dieser Einigung bleibt das Thema gesellschaftlich und politisch hoch umstritten, zumal noch zahlreiche Verfahren gegen andere Institute und Einzelpersonen laufen. Ergänzend hierzu: In den letzten Tagen gab es mehrere Berichte über verstärkte Ermittlungen gegen Beteiligte aus der Finanzindustrie und neue Initiativen im Bundestag, die sich eine schärfere Regulierung solcher Steuerschlupflöcher auf die Agenda gesetzt haben. Laut Recherchen (u. a. von FAZ und Süddeutscher Zeitung) bleiben immer noch viele Details im Dunkeln – insbesondere wie Banken und Investoren jahrelang fast unbehelligt agieren konnten. Auch gibt es Kritik am Haftungsumfang der Banken, weil ein großer Teil der Summen wohl nie zurückgezahlt werden kann.
17.03.26 14:58 Uhr