Schon in der sechsten Minute zeigte Paul Nebel vollen Einsatz: Nach einer punktgenauen Flanke von Phillipp Mwene hechtete er ins Leder – und per Flugkopfball zum frühen 1:0. Nach dem Seitenwechsel setzte Jae-Sung Lee in der 52. Minute das nächste Ausrufezeichen: Er schob eine scharfe Hereingabe von Becker mit der Hacke ins Tor, als hätte er nie etwas anderes gemacht.
Bremen kämpfte – an deren Willen lag es nicht –, aber die Präzision fehlte. Ein feiner Distanzschuss von Bittencourt knallte nur ans Aluminium. Mainz stand hinten dicht, ließ kaum etwas anbrennen und hielt das Tempo aus den Bremer Aktionen gekonnt heraus. Der Rest des Spiels verlief eher lau – Bremen ideenlos, Mainz abgezockt und kontrolliert.
Mit dem Dreier verschafft sich Mainz im Tabellenkeller ein kleines Polster und klettert auf Rang 13. Für Bremen läuft es dagegen nun unangenehm: Platz 15 und nächste Woche auswärts in Wolfsburg. Die Mainzer dagegen haben schon am Donnerstag die nächste Aufgabe: Conference League gegen Sigma Olmütz erwartet sie.
Mainz 05 hat beim 2:0 in Bremen mit einer überzeugenden Vorstellung drei wichtige Punkte geholt. Nebel und Lee trafen früh und nach Pause für abgeklärte Mainzer; Werder fehlte im Abschluss die Genauigkeit und Durchschlagskraft. Die Defensive der Gäste stand stabil, auch einige riskante Bremer Angriffe blieben erfolglos – nicht zuletzt, weil Keeper Zentner aufmerksam war. In der Endphase spielte Mainz das routiniert und souverän herunter, ließ wenig Hoffnung für die Hausherren und unterstrich, dass sie im Kampf um den Klassenerhalt noch lange nicht aufgeben. Aktuell rangieren sie auf Platz 13, während Bremen weiter nach unten rutscht. (Im Zusammenhang ist erwähnenswert, dass bei Werder ein leichter Unmut im Umfeld zu spüren ist, nachdem auch zuletzt die Punkteausbeute enttäuschte und die Offensivschwäche zunehmend zum Thema wird. Zudem gelten die kommenden Wochen als richtungsweisend, da mit Wolfsburg ein weiteres Team in Schlagdistanz wartet.)
Erweitert: In den letzten 48 Stunden finden sich einige weitere relevante Stimmen und Analysen dazu in der Presse: Die "Süddeutsche" hebt das kompakte Defensivverhalten der Mainzer hervor und betont, dass Trainer Bo Svensson seine Mannschaft auf den Punkt eingestellt hatte.Quelle: Süddeutsche Zeitung Die "FAZ" analysiert, dass Mainz mit einem ungewohnten Offensivschwung auftrat und Werder phasenweise keine Lösungen fand; die Bremer müssten nun dringend an ihrer Heimschwäche arbeiten.Quelle: FAZ Der "Spiegel" wiederum schildert, wie Mainz sich nun echten Aufwind im Abstiegskampf verschafft hat, während Bremen nach einem guten Saisonstart nun gefährlich ins Schlingern gerät.Quelle: Spiegel