Was für ein zähes Ringen an diesem Nachmittag! Union Berlin und der Sportclub aus Freiburg schenkten sich über lange Zeit gegenseitig kaum Freiräume. Viel Krampf, wenig Glanz – bis die Nachspielzeit die Dramaturgie plötzlich kippte. Der Joker Woo-yeong Jeong, eben erst aufs Feld gebracht, schnappte sich rechts am Strafraum das Leder, ließ Günther alt aussehen und nagelte das Spielgerät eiskalt ins lange Eck. Zuvor kontrollierte Freiburg das Mittelfeld, Unions Defensive stand jedoch betonfest, und auch Ersatzkeeper Matheo Raab erwies sich als sichere Bank. Man hatte kurz das Gefühl, beide Teams wären irgendwie zufrieden mit null zu null – aber Fußball wäre nicht Fußball, wenn er nicht hin und wieder solche Enden bereithielte. Die Arbeitsteilung war klar: Die Berliner verteidigten wie verrückt, Freiburg machte das Spiel, aber eben nicht das Tor. Den Rest besorgte eine Prise Glück und perhaps ein wenig Berliner List. Last-Minute-Tore – ob Glück oder Können? Immerhin: Raab spielte trotz lädierter Hand die Partie tapfer zu Ende und sicherte die drei Punkte.
Union Berlin gewinnt dank eines späten Treffers von Woo-yeong Jeong 1:0 gegen den SC Freiburg. Ersatzkeeper Matheo Raab, normalerweise kaum im Rampenlicht, avancierte zum stillen Helden des Nachmittags und hielt nicht nur sein Tor sauber, sondern auch die Nerven der Berliner Fans im Lot. Bemerkenswert: Die Partie war klar durch Defensivarbeit geprägt, offensiver Glanz blieb weitgehend aus – mit Ausnahme des Siegtores, das wie ein Blitz aus heiterem Himmel einschlug. Nach aktuellen Recherchen wird bei Union spekuliert, ob Raabs Leistung eine neue Torwartdiskussion entfachen könnte, während Freiburg weiter um die internationalen Plätze kämpft. Überdies wurde jüngst bekannt, dass Union an einem neuen Offensivkonzept feilt, gerade weil zu viele Spiele zuletzt mit wenigen Toren endeten. In den sozialen Medien polarisiert das Spiel: Während Unions Fans euphorisch feiern, beklagen Freiburger Anhänger eine zu zaghafte Chancenverwertung.