CSU bleibt bei Mütterrente stur: Keine Abstriche geplant

CSU-Generalsekretär Martin Huber macht unmissverständlich klar: Beim Thema Mütterrente ist für die CSU kein Spielraum für Nachverhandlungen.

heute 13:59 Uhr | 2 mal gelesen

Manchmal dreht sich in der Politik einfach alles im Kreis – und manches wird zur Glaubensfrage. So auch die Mütterrente, bei der CSU-Generalsekretär Martin Huber jedes Gespräch über Veränderungen schroff abblockt. Für Huber ist die Mütterrente mehr als eine Formalie, sondern ein Ausdruck von Respekt gegenüber Müttern. Keine Debatte, kein Hintertürchen, einfach ein klares Nein zu möglichen Kürzungen oder Änderungen. Er verweist auf den Koalitionsvertrag, in dem das fest verankert sei. Also, wenn Huber es so formuliert, klingt es fast wie ein Schwur: Was abgesprochen ist, gilt. Dass es aus der eigenen Partei kritische Nachfragen gibt, scheint ihn wenig zu beeindruckten – auch nicht die Einwände aus dem CDU-Sozialflügel, die wegen der immensen Kosten von fünf bis sechs Milliarden Euro jährlich doch zumindest mal nachfragen wollten. Interessant ist, wie wenig Raum Huber für andere Meinungen lässt. Vielleicht ist das typisch für bewährte CSU-Sturheit – oder doch einfach eine eiserne Linie beim Thema Anerkennung von Erziehungsleistung?

CSU-Generalsekretär Martin Huber hat erneut betont, dass seine Partei an der geplanten Ausweitung der Mütterrente strikt festhält und keinerlei Änderungen akzeptiert. Die Regelung, die Müttern von vor 1992 geborenen Kindern zusätzliche Rentenpunkte verspricht, soll laut Huber wie vereinbart umgesetzt werden, trotz erheblicher Kritik und Bedenken hinsichtlich der Milliardenkosten und fairer Ausgestaltung. Diese Haltung sorgt insbesondere angesichts des angespannten Staatshaushalts und kontroverser Diskussionen zu Sozialleistungen immer wieder für Debatten, wobei Gegner im eigenen Lager darauf hinweisen, dass eine Priorisierung der Mittel notwendig sei – doch Huber bleibt hart. In den letzten Tagen verdeutlichten mehrere CSU- und CDU-Mitglieder öffentlich ihre Kritik, zumal auch in den aktuellen Medien der Sparkurs und steigende Ausgaben des Staates verstärkt thematisiert wurden. Neu ist außerdem, dass einige Arbeitsgruppen darauf hinweisen, dass die Rentenreform insgesamt auf den Prüfstand müsste, um generationengerecht zu bleiben, wozu auch die Mütterrente beiträgt. Hintergrund: In der Bevölkerung gibt es nach wie vor große Sympathie für die Anerkennung von Erziehungsjahren, allerdings auch verstärkt Stimmen, die um soziale Ausgewogenheit und solide Finanzierung ringen.

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