Gantz hält Einsatz israelischer Bodentruppen im Iran für denkbar
Der frühere israelische Verteidigungsminister Benny Gantz wirft dem Iran vor, durch die Blockade der Straße von Hormus und das Hochschnellen der Ölpreise Druck auf die Welt auszuüben. Für ihn ist das nichts anderes als 'Erpressung'. Gantz betont, dass Israel seine militärischen Operationen gegen den Iran fortsetzen müsse, um Entschlossenheit zu signalisieren.
heute 20:07 Uhr | 2 mal gelesen
Nach Einschätzung von Gantz sollten Israels Angriffe auf den Iran nicht nur andauern, sondern auch gezielt verschärft werden. Obwohl schon einiges erreicht wurde – immerhin läuft dieser Konflikt nun schon seit über zwei Wochen –, warnt Gantz davor, sich auf diesen Erfolgen auszuruhen. Besonders bemerkenswert war seine Reaktion auf die Frage, ob Israel auch einen Bodeneinsatz im Iran in Betracht ziehen könnte. Seine knappe, aber deutliche Antwort: 'Ich schließe das nicht aus.' Was nach einem diplomatischen Drahtseilakt klingt, ist vielleicht doch eher eine offene Kampfansage – oder zumindest der Versuch, den Druck zu erhöhen. Es bleibt vage und vielleicht ein bisschen bedrohlich, wie das bei Politikern oft der Fall ist.
Benny Gantz positioniert sich weiterhin kompromisslos gegen Teheran und schließt militärische Eskalationen – auch am Boden – ausdrücklich nicht aus. Hintergrund ist die rapide Verschärfung der Lage in der Straße von Hormus, durch die der Ölpreis massiv beeinflusst wird. In jüngster Vergangenheit ist es mehrfach zu Angriffen in der Region gekommen, was sowohl diplomatische als auch wirtschaftliche Spannungen verschärft. Interessant ist: Im globalen Kontext beobachten Staaten wie die USA oder europäische Länder die Lage mit großer Sorge, da jeder Konfliktsprung im Nahen Osten Auswirkungen auf Energiemärkte und internationale Sicherheit hat. Nach aktuellen Medienberichten gibt es verstärkte Bestrebungen, über Vermittlungskanäle wie die UNO das Gespräch mit Teheran aufrechtzuerhalten, allerdings scheint die Bereitschaft beider Seiten, aufeinander zuzugehen, gering.