Alexander Hoffmann beharrt trotz verschiedener Änderungswünsche auf einen zügigen Ablauf der Gesundheitsreform, deren zentraler Punkt eine gerechtere Finanzierung der Krankenkassenbeiträge für Bürgergeldempfänger ist. Die Kritik an der bisherigen Bundesbeteiligung ist groß: Die aktuelle Regelung zwingt beitragszahlende Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung, Milliardenbeträge mitzutragen – was als ungerecht empfunden wird. Die Debatte um die GKV-Reform spitzt sich zu, wobei nicht nur CSU-Vertreter, sondern auch SPD- wie FDP-Mitglieder auf eine klarere Kostenaufteilung drängen – ein Kompromiss scheint aber, Stand heute, noch nicht in Sicht. Ergänzende Recherchen: Am Dienstag präsentierte Gesundheitsminister Lauterbach Details zum Reformplan: Vorgesehen sind Effizienzsteigerungen bei Verwaltung und Behandlungsprozessen, aber auch Änderungen beim Morbi-RSA, um Manipulationsanreize zu reduzieren (u.a. FAZ, taz). In vielen Medien wird zudem betont, dass Kassenvertreter und Sozialverbände kritisieren, der Bund müsse seiner sozialen Verantwortung endlich konsequenter nachkommen – ein problematischer Spagat zwischen Sparzwängen und Versorgungssicherheit (taz, Zeit). Auch aus Kreisen der SPD und FDP werden Stimmen laut, den GKV-Zuschuss deutlich zu erhöhen, um zu verhindern, dass immer mehr Beitragssteigerungen auf die breite Masse der Versicherten abgewälzt werden, während Gesundheitsminister Lauterbach betont, weitere Steuerzuschüsse würden schwierig – hier ist also weiter intensiver Streit vorprogrammiert (FAZ, Zeit, Spiegel).