Deng Hongbo, Botschafter Chinas in Berlin, äußerte massive Bedenken gegenüber drohenden EU-Strafzöllen und Handelsbarrieren. Nach seiner Ansicht gefährden protektionistische Maßnahmen nicht nur das bilaterale Verhältnis, sondern wirken sich auch langfristig negativ auf die Wirtschaftskraft Europas aus – Europäer würden sich so ins eigene Fleisch schneiden. In den letzten 48 Stunden haben zahlreiche Medien berichtet, dass die Debatte über Subventionen für chinesische E-Autos und Batterien besonders heikel ist, weil etwa die deutsche Autoindustrie befürchtet, dass Vergeltungsmaßnahmen von Pekings Seite noch größeren wirtschaftlichen Schaden verursachen könnten. Neueste EU-Vorschläge deuten auf selektive Maßregelungen gegenüber einzelnen Branchen – ein Ansatz, der weiter für politische Reibungen sorgt. Gleichzeitig wächst unter deutschen Unternehmen, darunter zahlreiche Mittelständler, die Unsicherheit bezüglich der künftigen Investitionsbedingungen. China positioniert sich dagegen als „Partner, nicht Gegner“, bleibt jedoch auch auf Abschottung vorbereitet, falls die EU weitere Restriktionen beschließt.