Chinas Botschafter kritisiert EU-Pläne: Warnung vor wirtschaftlicher Abschottung

Deng Hongbo, Chinas Botschafter in Deutschland, rät der EU eindringlich davon ab, neue Handelsbarrieren gegen China zu errichten. In einem Meinungsbeitrag warnt er vor protektionistischen Begehren und betont, die EU schade damit letztlich sich selbst.

heute 05:50 Uhr | 3 mal gelesen

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Laut dem chinesischen Botschafter Deng Hongbo passen Zölle und Handelshemmnisse nicht zu einer offenen Marktwirtschaft – jedenfalls nicht, wenn man seinem Gastbeitrag im "Handelsblatt" Glauben schenken will. Europäische Firmen und Verbraucher, so schreibt er sinngemäß, wären die ersten, die am Ende draufzahlen würden. Deng erinnert daran, dass China ausländischen Investoren den Markteintritt erleichtert und zuletzt viele Hürden abgebaut habe. Währenddessen verschanzt sich die EU mit immer neuen Begrenzungen, besonders bei Technologien wie Batterien: Für Deng ist das kontraproduktiv. Er verweist beispielhaft auf den Erfolg des CATL-Werks in Thüringen, das nicht nur Arbeitsplätze bringe, sondern auch ein Signal für chinesische Investitionen in Europa setze – wie viel davon in der öffentlichen Debatte ankommt, steht freilich auf einem anderen Blatt. Abschließend fordert er von Deutschland eine nüchterne Sichtweise, weg von öffentlichen Stimmungsschwankungen hin zu mehr Sachlichkeit.

Deng Hongbo, Botschafter Chinas in Berlin, äußerte massive Bedenken gegenüber drohenden EU-Strafzöllen und Handelsbarrieren. Nach seiner Ansicht gefährden protektionistische Maßnahmen nicht nur das bilaterale Verhältnis, sondern wirken sich auch langfristig negativ auf die Wirtschaftskraft Europas aus – Europäer würden sich so ins eigene Fleisch schneiden. In den letzten 48 Stunden haben zahlreiche Medien berichtet, dass die Debatte über Subventionen für chinesische E-Autos und Batterien besonders heikel ist, weil etwa die deutsche Autoindustrie befürchtet, dass Vergeltungsmaßnahmen von Pekings Seite noch größeren wirtschaftlichen Schaden verursachen könnten. Neueste EU-Vorschläge deuten auf selektive Maßregelungen gegenüber einzelnen Branchen – ein Ansatz, der weiter für politische Reibungen sorgt. Gleichzeitig wächst unter deutschen Unternehmen, darunter zahlreiche Mittelständler, die Unsicherheit bezüglich der künftigen Investitionsbedingungen. China positioniert sich dagegen als „Partner, nicht Gegner“, bleibt jedoch auch auf Abschottung vorbereitet, falls die EU weitere Restriktionen beschließt.

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