Dobrindt reagiert – Mehr Bundespolizei-Einheiten gegen Drohnengefahr

Nach dem vereitelten Sprengstoffanschlag mit einer Drohne am Flughafen Leipzig/Halle setzt die Bundesregierung ein deutliches Zeichen: Der Schutz kritischer Infrastruktur wird verschärft.

heute 17:01 Uhr | 2 mal gelesen

Laut Recherchen der "Bild" und andern Quellen kommt der Schub für die Drohnenabwehr nicht überraschend – zu beunruhigend waren die Details des verhinderten Anschlags. Alexander Dobrindt, aktuell Bundesinnenminister, ordnet nun eine deutliche Verstärkung der Spezialkräfte zur Drohnenabwehr an. Konkret: Das sogenannte Gemeinsame Drohnenabwehrzentrum (GDAZ), erst zum Jahresende in Betrieb genommen, erhält jetzt doppelt so viele Einsatzkräfte – 300 an der Zahl. Außerdem wird das Netz der Einsatzstützpunkte in Deutschland ebenfalls verdoppelt, von vier auf acht. Die Entscheidung fußt auf Erkenntnissen der Ermittler, die beim Zwischenfall in Leipzig ein komplexes, offenbar gut geplantes Szenario eines "hybriden Anschlags" ausgemacht haben. Interessant übrigens, wie rasch Verwundbarkeiten im Bereich kritische Infrastruktur zu spürbaren politischen Konsequenzen führen können. Aber, um ehrlich zu sein: Wer hätte noch vor wenigen Jahren gedacht, dass Drohnen in Sicherheitsdebatten so prominent dastehen?

Die Regierung verdoppelt nach dem vereitelten Drohnen-Anschlag die Einheiten zur Drohnenabwehr der Bundespolizei. Das Innenministerium sieht besonders die kritische Infrastruktur in Gefahr, nachdem laut Ermittlern von einem koordinierten Angriff auszugehen ist. Experten weisen jedoch darauf hin, dass technische und personelle Aufstockung allein nicht ausreicht – viele fordern ein umfassenderes Konzept, das auch Prävention und internationale Zusammenarbeit beinhaltet. Aktuell gibt es im Internet ergänzende Informationen: Die neue Drohnenabwehrstrategie sieht u.a. bessere Ausbildung sowie moderne Überwachungstechnik vor. In mehreren Medien wird hervorgehoben, dass die künftigen Einsatzkräfte dabei eng mit Flughäfen und anderen sensiblen Einrichtungen kooperieren. Außerdem werden bundesweite Lagezentren modernisiert, um Sofortreaktionen rund um die Uhr zu gewährleisten.

Schlagwort aus diesem Artikel