Friedrich Merz empfängt Roberta Metsola zum Austausch vor EU-Gipfel

CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Dienstag die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, zu einem Auftaktgespräch ins Kanzleramt eingeladen.

heute 13:59 Uhr | 3 mal gelesen

Es war kein gewöhnlicher Besuch, als Friedrich Merz und Roberta Metsola sich im Berliner Kanzleramt gegenüberstanden. Besonders im Fokus: der in Kürze stattfindende EU-Gipfel. Merz betonte, dass Metsola als permanente Vertreterin des Europäischen Parlaments beim Europäischen Rat stets aus erster Hand berichten könne, was im Parlament vor sich geht. Er selbst sprach von einer 'engen Verbundenheit' zum Parlament, schließlich stammt er von dort. Ganz ohne Herausforderung verläuft dieses Treffen freilich nicht: Gemeinsam gelte es dringend anpackende Lösungen für die Schwächephase der europäischen Wirtschaft zu finden. Die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit – längst ein brennendes Thema, das bei den anstehenden Beratungen allerhöchste Priorität einnimmt. Merz zeigte sich dabei offen dankbar über die Unterstützung, die aus dem Parlament kommt – wohl wissend, dass nicht alle Aufgaben im Alleingang zu stemmen sind.

Beim Treffen von Friedrich Merz und Roberta Metsola im Berliner Kanzleramt stand die Vorbereitung auf den EU-Gipfel im Vordergrund. Zentrale Themen waren die Rolle des Europäischen Parlaments beim Europäischen Rat und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in Europa, ein Problem, das aktuell viele Mitgliedstaaten umtreibt. Angesichts der bevorstehenden politischen Entscheidungen legen beide Wert auf enge Zusammenarbeit, auch mit Blick auf die unterschiedlichen Sichtweisen zwischen Parlament und Rat. Zusätzlich bestimmen aktuell Konflikte um Asylrecht, Klimapolitik und die Auseinandersetzung mit autoritären Staaten den europapolitischen Diskurs. Im Vorfeld des Gipfels gibt es intensive Debatten um die notwendige wirtschaftliche Transformation, zumal zahlreiche Industrieunternehmen wegen gestiegener Energiepreise und hoher Regulierung nach Verbesserungen drängen. Die künftige Marschrichtung in der EU hängt also maßgeblich von der Kooperation zwischen Parlament, Rat und Mitgliedstaaten ab.

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