Kursschwäche an US-Börsen – Gold rutscht deutlich ab

Am Freitagverlauf zeigten sich die US-Aktienmärkte angeschlagen. Der Dow Jones schloss in New York mit 48.892 Zählern – das bedeutet einen Rückgang um 0,4 Prozent gegenüber dem Vortag. Auch S&P 500 und Nasdaq 100 wiesen deutliche Dellen auf, während Gold einen überraschenden Preissturz erlebte.

30.01.26 22:30 Uhr | 3 mal gelesen

Interessant an diesem Tag: Die Debatte um die Führung der US-Notenbank nimmt gerade wieder deutlich an Fahrt auf. Donald Trump bringt den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh ins Spiel – ein Mann, der nicht nur flexibel ist, sondern auch mit widersprüchlichen Reputationsecken: Einerseits steht Warsh für niedrigere Zinsen, supportet Trumps Richtung. Andererseits haftet ihm der Ruf an, notfalls auch aggressivere Zinserhöhungen in Kauf zu nehmen, wenn die Inflation zu entgleisen droht. Das politische Geplänkel im Hintergrund macht die Sache noch vertrackter: Senator Tillis blockiert die Ernennung jeglicher Fed-Neubesetzungen, solange die Powell-Ermittlungen laufen, und unterstreicht damit das heikle Gleichgewicht zwischen Zentralbankunabhängigkeit und politischem Druck. Der Euro schwächelte zum Dollar: Am Abend wurde ein Euro nur noch mit 1,1856 Dollar bewertet. Noch ein weiterer Knaller des Tages: Gold brach um satte zehn Prozent ein, eine echte Seltenheit – 4.844 US-Dollar je Feinunze entsprechen umgerechnet 131,37 Euro pro Gramm. Während bei den Edelmetallen Panik angesagt war, kletterte der Ölpreis ein Stück nach oben. Für ein Fass Brent wurden am Freitagabend 69,98 Dollar gezahlt, ein kleines Plus von 0,6 Prozent.

Die amerikanischen Leitbörsen kassierten am Freitag ein spürbares Minus. Dow Jones, S&P 500 und vor allem die Tech-lastige Nasdaq mussten Federn lassen, ausgelöst durch nervöse Märkte rund um Personalien bei der US-Notenbank und gemischte Signale zur Zinsentwicklung. Besonders auffällig war der massive Einbruch beim Goldkurs, der für Gesprächsstoff unter Analysten sorgte – hier spielte vermutlich nicht nur das Wechselkursverhältnis, sondern auch eine sich verschärfende Risikoeinschätzung der Investoren eine Rolle. Ergänzend aus anderen aktuellen Quellen: - Die Gespräche um eine mögliche personelle Neuausrichtung in den Führungsebenen der Federal Reserve sorgen derzeit für erhebliche Unsicherheit an den Finanzmärkten, wobei politische Grabenkämpfe eine zügige Lösung erschweren (Quelle: FAZ). - Inflationsdaten und anhaltende Zinssorgen in den USA belasten sowohl Technologie- als auch Standardwerte, während Investoren zunehmend vorsichtiger werden und Umschichtungen innerhalb der großen Indizes beobachten lassen (Quelle: Süddeutsche). - Parallel dazu bleibt der Ölmarkt von Fördermengendiskussionen und geopolitischen Spannungen beeinflusst, was sich auch unmittelbar im leichten Anstieg des Brent-Preises zeigte (Quelle: Spiegel).

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