Klein, aber oho: "The Miniature Wife" – ab 30. April das neue Comedy-Drama bei Sky & WOW

Was passiert, wenn ein technischer Zwischenfall plötzlich die Beziehungen auf den Kopf stellt? "The Miniature Wife" wagt ab 30. April auf Sky und WOW ein Gedankenspiel rund um Macht, Liebe und das Schrumpfen von Eheproblemen – mit Elizabeth Banks und Matthew Macfadyen in ungewohnt turbulenten Hauptrollen.

heute 16:16 Uhr | 2 mal gelesen

Es gibt Serienideen, die könnte man sich selbst mit viel Kaffee und Fantasie nicht ausdenken – und dann gibt es "The Miniature Wife". Basierend auf Manuel Gonzales‘ schräger Kurzgeschichte verwandelt sich ein scheinbar ganz normaler Ehestreit durch einen kuriosen Technologieunfall in eine handfeste Krise: Die Frau schrumpft auf Miniaturgröße. Was als absurde Prämisse klingt, entpuppt sich in der neuen Dramedy nicht nur als witziges Gedankenspiel, sondern auch als ziemlich pointierter Blick auf Rollenbilder und die uralte Frage: Wer hat eigentlich das Sagen zuhause? Bankable als Cast: Mit Elizabeth Banks, die man aus "Pitch Perfect" kennt – charmant und manchmal grantig –, und Matthew Macfadyen, der in "Succession" den Profi im undurchsichtigen Machtspiel gibt, sind die Hauptrollen großartig besetzt. In weiteren Parts geben sich unter anderem Zoe Lister-Jones sowie O-T Fagbenle die Ehre, dazu eine Riege Hochkaräter in den Nebenrollen: Sian Clifford, Sofia Rosinsky, Ronny Chieng und weitere sorgen dafür, dass man auch beim Scrollen durch den Abspann nicht gelangweilt aufs Handy schielt. Kreativverantwortlich hinter den Kulissen werkeln Jennifer Ames und Steve Turner, die bereits bei "Boardwalk Empire" die Fäden zogen, und auch sonst liest sich die Liste der Kreativen wie die Gästeliste einer Art Seriengeheimclub: Greg Mottola inszeniert Teile der Serie und Michael Ellenberg von Media Res produziert mit. Sky und WOW starten am 30. April vorneweg mit sechs Episoden (die Linearausstrahlung wowt gleich mit vier), danach gibt es stets zwei frische Folgen wöchentlich auf die Fernbedienung gedrückt. Und für alle, die immer noch glauben, Streamingdienste wären bloß was für Blockbuster oder Verlegenheitsabende – Sky und WOW bieten tatsächlich von Live-Sport über preisgekrönte Serien bis hin zu Kinderkram alles, was Laune macht. Die neue Serie passt bestens zwischen Prime-Time und Musikplaylist. Man muss sich nicht mal lang binden: WOW bleibt flexibel wie ein Sonntag im Jogger. Ach ja, und Sky? Ist sowieso der alte Serienprofi, der in der Serienlandschaft nie ganz weg war. Wer’s ausprobieren will: Die offiziellen Links zu Presseinfos und dem kompletten Stoff finden sich auf den jeweiligen Webseiten.

Mit "The Miniature Wife" wagt Sky ab Ende April einen Spagat zwischen absurdem Humor und subtilem Beziehungsdrama. Im Mittelpunkt steht die spezielle Ausgangssituation, in der eine Frau durch ein technisches Missgeschick geschrumpft wird und daraufhin die Dynamik einer Ehe im wahrsten Sinne des Wortes von einer neuen Ebene betrachtet werden muss. Elisabeth Banks und Matthew Macfadyen versprechen bissige Dialoge, während Showrunner wie Mottola und Ames für hochwertige Umsetzung sorgen. Recherchiert man weiter, zeigt sich: Die Serie reiht sich damit in einen Trend aktueller Produktionen ein, die mit gängigen Vorstellungen von Beziehungen, Machtkonstellationen und Genderrollen spielen. In Interviews betonten die Macher, dass der schrille Plot nicht nur für komische Momente sorgt, sondern auch gesellschaftliche Diskussionen um Gleichberechtigung neu beleuchten will. International wird "The Miniature Wife" von Sony Pictures Television nach und nach auch in anderen Märkten ausgerollt. Die Titelmelodie kommt übrigens nicht irgendeiner Jinglefabrik, sondern von einem Indie-Künstler – sicher ein Ohrwurm-Kandidat. In aktuellen Pressereaktionen (z.B. aus den USA) fällt auf, dass vor allem die Chemie zwischen Banks und Macfadyen gelobt wird.

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