Das 'Literarische Quartett' im ZDF ist nach wie vor eine Institution der deutschen Literaturkritik. Mit dem aktuellen Team um Thea Dorn, Ijoma Mangold und Wolfram Eilenberger setzt die Sendung auf Debattierfreude und zeitgeistige Themen, ohne dabei ihre Wurzeln als literarisches Streitgespräch zu verlieren. Neuere Episoden greifen regelmäßig gesellschaftliche Debatten am Beispiel aktueller Bücher auf und zeichnen sich durch ein hohes Maß an Authentizität, mitunter auch Reibung aus. Aktuelle Medienberichte untermauern diesen Eindruck: In der jüngsten Diskussion wurde etwa intensiv darüber gesprochen, inwiefern Literatur politisch zu sein hat und ob Meinungsverschiedenheiten zur heutigen Diskussionskultur dazugehören sollten. Darüber hinaus tauchen die Gäste und Moderator*innen auch in die Frage ein, welche Verantwortung Literaturkritik in polarisierten Zeiten tragen kann. Einen besonderen Akzent setzt die Ausrichtung auf Diversität sowohl bei der Buchauswahl als auch in der Zusammensetzung des Panels, was dem Format zusätzliche Aktualität und Relevanz verleiht.