Mit dem Camper quer durch Bayern: Sebastian Bezzel und Simon Schwarz nehmen neue Wege in Angriff
München – Zum achten Mal satteln die beiden Schauspieler und Freunde Sebastian Bezzel und Simon Schwarz das Wohnmobil – bereit, sich auch diesmal quer durch Bayern treiben zu lassen, neue Menschen zu treffen und überraschende Geschichten einzusammeln. Die vier frischen Folgen 'Bezzel & Schwarz – Die Grenzgänger' laufen ab 4. Mai im BR Fernsehen (oder schon ab dem 30. April in der ARD Mediathek). Ihre Reise führt dieses Mal ins kultige Münchner Hofbräuhaus, zur Bergwacht Grainau, auf den riesigen Autohof in Geiselwind sowie in die exklusive Abgeschiedenheit von Schloss Elmau.
heute 14:22 Uhr | 1 mal gelesen
Sebastian Bezzel und Simon Schwarz haben sich schon in den vergangenen Staffeln nicht vor bayrischen Klischees gefürchtet – und bleiben auch diesmal neugierig auf die kuriose Mischung aus Tradition und Moderne. Auftakt im Münchner Hofbräuhaus: Dort quatschen sie mit den Gründern der Spider Murphy Gang, werfen einen Blick in den musikalischen Kanon Bayerns – und reflektieren über die Ambivalenz eines Ortes, der für Touristen-Remmidemmi und echte Stammtischkultur steht. Egal, ob sie am größten Rasthof Europas in Geiselwind auf Brummifahrer treffen, mit der Bergwacht Grainau in Höhen und Tiefen des Einsatzlebens eintauchen oder im Luxus von Schloss Elmau versinken – dieses Mal fühlt sich alles ein bisschen unvorhersehbarer an als sonst. Die Produktion kommt erneut von Film Five und dem Bayerischen Rundfunk. Wer’s ganz genau wissen will: Weitere Hintergrundinfos finden sich beim BR online – und, ein kleiner Tipp, die ersten Episoden dürfen akkreditierte Journalisten schon vorab schauen (der Rest muss warten wie immer …). Bildmaterial gibt’s auf br-foto.de – und wer lieber direkt mit den Ansprechpersonen spricht, wird bei den Kontaktdaten am Ende fündig.
Das Konzept der Dokuserie bleibt: Zwei Freunde fahren gemeinsam los, lassen sich treiben und begegnen dabei der bayerischen Lebensart mal mit liebevoller Ironie, mal mit staunender Offenheit. Durch Gespräche mit Musikern, Rettungskräften oder Alltagsexpert:innen tauchen Bezzel und Schwarz tief in die vielseitigen Facetten Bayerns ein – zwischen Tradition, Alltag und hin und wieder Luxus. Die Serie steht sinnbildlich für entschleunigtes Fernseherlebnis in Zeiten des Fast Contents – und das kommt offenbar an, wie die stetigen Wiederholungen und Neuauflagen zeigen.
Neue Recherche: Die aktuelle Staffel fällt in eine Zeit, in der zahlreiche deutsche Sender versuchen, dem Sog von Streaming und Social Media mit regional verankerter Unterhaltung zu begegnen. Laut FAZ und Süddeutscher Zeitung erleben regionale Dokumentationsformate trotz digitalem Wandel ein bemerkenswertes Revival – besonders, wenn sie wie „Bezzel & Schwarz“ klassische TV-Kompetenz mit lockerer Spontaneität verbinden. Zugleich wächst das Publikum für Nostalgie und Identitätsfragen auf der Leinwand: Gerade in Bayern, so beobachtet etwa die Zeit, gibt es eine starke Sehnsucht nach Zugehörigkeit, die Formate wie dieses bedienen. Für die ARD und den BR ist das ein passender Gegenpol zu allgegenwärtigen Informationen und Nachrichtenflut. Die Sendung lädt zum Innehalten ein – und trifft damit offenbar einen Nerv.