Amazon bringt Fahrradlogistik weiter voran: Neues Mikromobilitätszentrum in Berlin eröffnet

Berlin hat wieder einen kleinen Schritt Richtung leisere, grünere City gemacht: Im Beisein von Verkehrssenatorin Ute Bonde hat Amazon in Alt-Treptow sein drittes Zentrum für emissionsarme Paketzustellung per Lastenrad eingeweiht. Künftig sollen über zwei Millionen Pakete pro Jahr klimafreundlich per elektrisch angetriebenem Cargobike an Berlinerinnen und Berliner ausgeliefert werden – und das ist kein hipper Spleen, sondern handfeste Zukunftslogistik.

heute 15:50 Uhr | 3 mal gelesen

Manchmal fragt man sich, wie viele Pakete eigentlich an einem grauen Montag in Berlin unterwegs sind – inzwischen sind es jedenfalls immer mehr, die keinen Motorenlärm verursachen und auch sonst fast lautlos durch die Straßen huschen. Möglich machen es die elektrisch betriebenen Lastenfahrräder, deren Stützpunkt am MotionLab.Berlin in Alt-Treptow jetzt von Amazon und der Berliner Verkehrssenatorin Ute Bonde eröffnet wurde. Bonde hat es treffend formuliert: Ohne neue Ideen in der Logistik ersticken wir im Stadtverkehr – gerade Amazon versucht diesen Nerv zu treffen, indem der klassische Lieferwagen zunehmend durch umweltfreundlichere Alternativen ersetzt wird. Dass Amazon hierzu auch klare Ziele vorgibt – bis 2040 will man Klimaneutralität erreichen, das sogenannte Climate Pledge ist da mehr als ein PR-Versprechen. Das neu eröffnete Zentrum in Treptow versorgt vor allem belebte Kieze wie Kreuzberg, Neukölln und Mitte. Die Pakete werden dort auf die E-Lastenräder des deutschen Herstellers Mubea U-Mobility verladen, der seine Wurzeln in der Autobranche hat. Interessant: Ähnliche Center gibt es bereits am Alexanderplatz und in Tegel. Und das Mikromobilitätsmodell ist kein Nischenprojekt - in Europa betreibt Amazon bereits über 70 solcher Standorte, 25 weitere sollen in den nächsten zwei Jahren dazukommen. Klar, dass sich nicht alles auf zwei Räder verlagern lässt. Auch die Senatorin betont, dass die Stadt verschiedene Fahrzeuge benötigt. Aber zumindest scheint die Zeit vorbei, in der Cargobikes als Spinnerei für ein paar Idealisten galten. Laut Amazon wurden in Deutschland schon mehr als zehn Millionen Pakete via E-Lastenrad ausgeliefert, europaweit sind es über hundert Millionen umweltfreundliche Zustellungen. Ein zusätzlicher interessanter Aspekt: Die neue Logistikdrehscheibe befindet sich im MotionLab.Berlin, einem echten Innovations-Hotspot samt Hightech-Werkstätten, Start-ups und hardwerkenden Bastler:innen. Das Netzwerk solcher Tech-Orte ist für die Verkehrswende wohl kaum zu überschätzen. Last but not least: Amazon pusht das Thema E-Fahrzeuge weiter, betreibt mittlerweile über 4.500 E-Transporter in Deutschland und setzt verstärkt auf erneuerbare Energien. Die Richtung ist klar – gegen den Verkehrskollaps und fürs Klima braucht es solche Experimente. Und vielleicht taucht damit bald zwischen Parklücke und Ampel wieder ein ganz leises Amazon-Päckchen auf.

Amazon reagiert auf den steigenden Druck zur nachhaltigen Stadtlogistik, indem es in Berlin-Alttreptow ein weiteres Mikromobilitätszentrum eröffnet – bereits das dritte in der Hauptstadt. Ziel ist eine deutlich klimafreundlichere Paketzustellung, die auf der letzten Meile auf elektrische Lastenräder, wie die von Mubea U-Mobility, setzt und Kieze wie Kreuzberg und Neukölln erreicht. Ergänzend zu den bisherigen Initiativen hat Amazon in den letzten Jahren deutschlandweit milliardenschwer in E-Fahrzeug-Flotten und Ladeinfrastruktur investiert, während zugleich europäische Großstädte ihre Innenstädte für klassische Lieferwagen zunehmend sperren (Beispiel: Paris, Madrid) – ein Trend, der auch deutschen Kommunen so langsam Zugzwang bringt. Laut aktuellen Medienberichten wächst die Zahl der Logistik-Hubs und Mikrodepots weiter, was die Effizienz vor Ort steigert und die Lärm- sowie Verkehrsbelastung sichtbar mindert. Zuletzt vermeldeten Nachrichtenportale, dass in Berlin erste Erfolge der emissionsarmen Zustellsysteme messbar sind und die Akzeptanz bei Berliner Bürgern besonders in dicht besiedelten Vierteln zugenommen hat. Mit Blick auf Amazons Nachhaltigkeitspioniere, aber auch auf Konkurrenz und Politik, deutet vieles darauf hin, dass sich emissionsfreie Lieferungen bald zum neuen Standard mausern könnten.

Schlagwort aus diesem Artikel