Santa Marta: Mutige Allianz gegen fossile Abhängigkeit – Flasbarth setzt Zeichen

Kurz vor der internationalen Energiewende-Konferenz in Kolumbien spricht sich Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth für verstärkte Zusammenarbeit aus – eine wachsende Koalition will gemeinsam die Wende schaffen.

heute 16:00 Uhr | 4 mal gelesen

Es gibt diese Momente, da scheint etwas in Bewegung zu geraten, wovon viele lange zu träumen wagten: Da treffen sich in Santa Marta – Kolumbien – die, die den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas nicht länger aufschieben wollen. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth sieht das durchaus als Signal – und zwar kein kleines: 'Dass die Allianz der Ausstiegswilligen schon über 60 Länder umfasst, ist schon ziemlich beeindruckend.' Es wächst, sagt er, tatsächlich etwas zusammen, auch, weil sich ein konsensfähiger Unmut gegenüber fossilen Abhängigkeiten Bahn bricht. Kein Wunder: Die jüngsten Energiekrisen haben gezeigt, wie tief manche Länder noch drin hängen in alten Strukturen.
Natürlich, die Standardantwort heißt: erneuerbare Energien ausbauen! Aber Flasbarth bleibt nicht beim Gewohnten stehen. Netze, Speicher – vielleicht klingt das ein bisschen technisch, fast trocken. Doch dahinter steckt eine neue Art zu denken: Mobilität, Wärme, Strom – alles soll elektrisch werden, möglichst sauber natürlich. National wird daran gesetzt, international auch. Das ist nicht immer leicht, die Interessen sind verschieden – Flasbarth gibt zu, beides sei nötig: diplomatische Vorreiter-Runden und die Mega-Treffen, bei denen die Weltgemeinschaft einen Konsens sucht.
Er betont: Praktische Beispiele schüren Zuversicht. Doch am Ende zählt eben auch eine kluge, fein ausbalancierte Diplomatie, sonst läuft man sich schnell fest zwischen Ideal und Wirklichkeit.
Jetzt im April treffen sich über 60 Regierungen, eingeladen von Kolumbien und den Niederlanden. Was in Santa Marta beschlossen wird, könnte Eingang finden in den großen Masterplan für das Ende der fossilen Zeit, der schließlich auf der COP31 vorgestellt werden soll. Vergangene Weltklimagipfel haben gezeigt: Entscheidend ist, dass konkrete Schritte folgen – leere Versprechen braucht niemand mehr. Deutschland will schon bis 2045 klimaneutral wirtschaften. Das klingt ambitioniert, zumindest auf dem Papier, und wird noch jede Menge Kraftakte in den 2030ern erfordern.

In Santa Marta vereinen sich erstmals über 60 Staaten zu einer 'Koalition der Ausstiegs-Macher', um gemeinsam den Ausstieg aus fossilen Energiequellen voranzutreiben. Jochen Flasbarth sieht in diesem Treffen ein bedeutendes Signal und betont die Notwendigkeit, national wie international Investitionen in erneuerbare Energien, intelligente Netze und Elektrifizierung zu stärken. Andere Medien berichten, dass Kolumbien mit ehrgeizigen nationalen Klimazielen an der Spitze der Bewegung steht, die COP30 in Brasilien zum entscheidenden Wendepunkt für verbindliche internationale Regelungen werden könnte und dabei leistungsstarke Vorbilder für die praktische Umsetzung der Energiewende dringend gebraucht werden.

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