Eine mögliche Eskalation des US-Iran-Konflikts unter Präsident Trump würde auch die Rolle der US-Militärbasis Ramstein neu in Frage stellen. Die SPD und auch EU-Politiker pochen darauf, dass der Einsatz von deutschen Standorten vom Völkerrecht gedeckt sein müsse, insbesondere wenn Angriffe zivile Ziele betreffen. Die Debatte ist auch deshalb brisant, weil Deutschland erst jüngst betonte, dass gemeinsames Handeln mit den USA wichtig bleibe, während gleichzeitig laut Medienberichten in Ramstein Verstimmungen und Unruhe spürbar werden. Aktuelle Berichte greifen auf, dass im Bundestag mehr Stimmen laut werden, die einen transparenteren Umgang mit US-Operationen auf deutschem Boden fordern. Auch Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat in den vergangenen Tagen explizit für ein stärkeres europäisches Engagement bei Friedensinitiativen plädiert, was die transatlantischen Beziehungen zusätzlich auf die Probe stellt. In den internationalen Nachrichtenportalen wurde dazu die Besorgnis über eine Ausweitung des Kriegs kontrovers diskutiert – viele Experten sehen eine Eskalation als Gefahr für das gesamte westliche Bündnis.