US-Börsen bewegen sich uneinheitlich – Trump attackiert erneut Fed-Chef Powell

Am Mittwoch schlossen die großen US-Börsen mit unterschiedlichen Vorzeichen und Präsident Trump setzt Fed-Chef Powell weiter unter Druck.

15.04.26 22:39 Uhr | 2 mal gelesen

An der Wall Street war am Mittwoch keine gemeinsame Richtung auszumachen. Der Dow Jones beendete den Tag bei 48.464 Punkten, was einem Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht – nicht dramatisch, aber spürbar. Der S&P 500 hingegen kletterte kurz vor Handelsschluss um 0,8 Prozent auf etwa 7.023 Punkte, der Technologieindex Nasdaq 100 legte sogar kräftig um 1,4 Prozent auf rund 26.205 Punkte zu. Übrigens, am selben Tag zeigte sich Donald Trump mal wieder von seiner typisch offensiven Seite: Der Präsident drohte öffentlich damit, Fed-Chef Powell zu entlassen, sofern dieser seine Position nach dem offiziellen Ende seiner Amtszeit Mitte Mai nicht räumt. Normalerweise bliebe der Amtsinhaber kommissarisch im Amt, bis ein Nachfolger gefunden würde, aber Trump denkt hier offenbar in anderen Kategorien. Sein Favorit für den Posten – Kevin Warsh – muss allerdings noch die nötige Zustimmung aus dem Senat erhalten. Der republikanische Senator Thom Tillis blockiert die Abstimmung allerdings, solange noch Untersuchungen gegen Powell laufen: keine Entscheidung, solange die Frage der unabhängigen Geldpolitik nicht ausreichend geklärt ist. Im Währungsgeschehen zeigte sich der Euro robust und notierte am Abend bei 1,1798 Dollar, der Goldpreis fiel hingegen um ein Prozent auf 4.794 Dollar je Feinunze. Umgerechnet sind das gut 130,65 Euro pro Gramm. Öl verteuerte sich leicht auf 94,91 Dollar je Fass der Sorte Brent – das ist nicht die ganz große Bewegung, kann aber je nach Kontext ein Vorzeichen sein.

Die US-Aktienmärkte präsentierten sich am Mittwoch uneinheitlich, mit einem leichteren Dow Jones, aber Zugewinnen im S&P 500 und der Nasdaq. Donald Trumps öffentliche Drohung, Jerome Powell als Fed-Chef nach Ablauf seiner Amtszeit zu entlassen – falls sich kein Nachfolger findet –, sorgte für einige Unruhe, zumal der vom Präsidenten favorisierte Kandidat Kevin Warsh noch die Zustimmung des Senats benötigt. Während der Euro sich gegen den Dollar behaupten konnte, fiel der Goldpreis; die Ölpreise bewegten sich nur minimal. Neuere Entwicklungen: Die andauernden Spannungen zwischen Trump und der Federal Reserve beeinflussen nicht nur die Stimmung an den Märkten, sondern werfen auch Fragen zur Unabhängigkeit der wichtigsten Zentralbank der Welt auf. Berichten zufolge beobachten internationale Investoren die Personaldebatte um den Fed-Vorsitz mit Sorge, da Wechsel an der Spitze kurzfristig Unsicherheit in die Geld- und Zinspolitik bringen könnten. Außerdem bleibt unklar, wie sich die Diskussionen auf die Inflationsbekämpfung und die Kursentwicklung des US-Dollars auswirken könnten.

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