Fernsehabende neu gedacht: MDR bringt die Programmansager zurück

Leipzig – Ein Hauch Nostalgie mit modernem Twist: Im frischen MDR-Magazin „Die Programmansager – das Beste aus der ARD Mediathek“ kuratieren Peter Heller und Stefan Bernschein am Freitag, 24. April, direkt nach dem „Riverboat“, ihre Favoriten aus der Mediathek – zu sehen im MDR und danach auf Abruf online.

heute 15:34 Uhr | 5 mal gelesen

Programmansager – das klingt wie etwas aus einer anderen Ära, als vor dem Fernseher zu sitzen noch gleichbedeutend war mit Warten auf die nächste Ansage. Das MDR wagt jetzt den Spagat zwischen Tradition und digitaler Moderne: Peter Heller und Stefan Bernschein empfangen die Zuschauer in einer Atmosphäre, die mehr nach Wohnzimmer als Fernsehstudio aussieht, und nehmen sich Zeit, persönliche Entdeckungen aus der facettenreichen ARD Mediathek zu zeigen. Nicht einfach nur Empfehlungen – die beiden gehen spürbar begeistert auch den praktischen Weg: Wer mal ratlos durch die Online-Bibliothek irrt, bekommt hier Schritt für Schritt Hinweise, wie sich verborgene Lieblinge aufstöbern lassen oder wie das Streaming-Angebot genutzt werden kann. Ehrlich, manches wirkt fast wie beim Gespräch mit Freunden, wenn zwischendurch eine Anekdote eingeflochten wird oder ein kleiner Seitenblick auf den Redaktionsalltag gewährt wird. Natürlich bleibt die Sendung – gewohnt wie früher – nicht nur im TV: Die Rubrik bleibt samt aller Tipps auch per Widget im MDR-Channel der ARD Mediathek jederzeit abrufbar. Wer Kontakt sucht, stößt auf offen kommunizierte Mailadressen und die Einladung, weiterzudenken. Vielleicht wird Fernsehen so tatsächlich wieder ein bisschen persönlicher.

Der MDR reanimiert das klassische Prinzip der Programmansager mit moderner Note: „Die Programmansager – das Beste aus der ARD Mediathek“ soll ZuschauerInnen nicht nur Highlights empfehlen, sondern ihnen auch helfen, sich im Dschungel der Streamingangebote zurechtzufinden. Der Ansatz, zwischen Hintergrundgeschichten, Bedienhilfen und Entertainment hin und her zu wechseln, wirkt angenehm niedrigschwellig und könnte unerfahrene NutzerInnen ebenso abholen wie Menschen, die einfach mal etwas Neues entdecken wollen. Aktuell wird – auch angesichts der immer größer werdenden Mediatheken-Angebote – häufig diskutiert, wie Öffentlich-Rechtliche ihr Publikum besser anleiten können: Ein solches Format kommt da (auch laut aktuellen Presseartikeln) durchaus zur rechten Zeit.

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