Komisch, wie nervös die ersten zwei Stunden waren: Niemand wusste, wann's endlich losgeht. Aber als der Handel dann eröffnet wurde – zack! Innerhalb von Sekunden schoss die SpaceX-Aktie auf etwa 163 Dollar. In Deutschland, genauer gesagt über Tradegate, konnte man kurz nach dem US-Start Aktien für 131,88 Euro schnappen – ein Wimpernschlag später kosteten sie schon 141 Euro. Das ist ein Plus von mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Startpreis. Elon Musk zeigte sich mal wieder unbescheiden und erklärte vorab, SpaceX wolle nicht weniger als Menschen zum Mars bringen – und mit Starlink hat das Unternehmen ja immerhin schon ein weltweit nutzbares Satellitennetz am Laufen. Im Bereich Künstliche Intelligenz mischen sie jetzt auch kräftig mit; Gewinne sind aber noch Zukunftsmusik. Spannend bleibt: Neue Verträge für die Fremdvermietung ihrer Rechenkapazitäten könnten ihnen bald Milliardeneinnahmen sichern. 555 Millionen Aktien gingen zum Ausgabepreis von 135 Dollar raus, Emissionsbanken konnten nochmal nachlegen und bis zu 83 Millionen zusätzliche Papiere holen. Damit bewegt der Börsengang insgesamt 86 Milliarden Dollar, nach Ausgabekurs liegt der Unternehmenswert wahnsinnig hoch – 1,8 Billionen Dollar. Theoretisch – auch wenn’s seltsam klingt – ist Elon Musk damit jetzt der erste Billionär auf dem Papier. Für deutsche Anleger war es knifflig, sich zu beteiligen: Die Nachfrage war riesig, und bei Trade Republic etwa gab's im Schnitt nur rund 13 Prozent der bestellten Stücke – offenbar wollte fast jeder ein Stück vom Kuchen.
SpaceX katapultierte sich am ersten Börsentag mit beeindruckenden zweistelligen Kursgewinnen in den Fokus der internationalen Finanzmärkte. Die Aktie erlebte in den USA und in Deutschland einen rasanten Anstieg, was die ohnehin hohe Erwartungen nochmals übertraf. Interessant: Dass eine solche Bewertung – 1,8 Billionen Dollar – selbst für erfahrene Investoren schwer greifbar ist, zeigt, wie hoch der Glaube an Musks Visionen fliegt. Die Emissionsbanken nutzten erwartungsgemäß die Mehrzuteilungsoption aufgrund der enormen Nachfrage, was das Volumen auf gigantische 86 Milliarden Dollar trieb. Ergänzend berichten u.a. Reuters und das Handelsblatt, dass nach der ersten Euphorie institutionelle Investoren die Gewinne sichern und warnen vor starken Kursschwankungen durch die ambitionierte Bewertung. Laut Süddeutsche Zeitung bleibt SpaceX trotz fehlendem Konzerngewinn eine der gefragtesten Zukunftsaktien, Stärken sind Technologie und Musk als Marke, Risiken sind hohe Investitionen und Zeitdruck beim Marsprojekt. Das Handelsinteresse scheint global zu sein, allerdings bleiben die Zuteilungen für Privatanleger stark limitiert – und große Banken rechnen mit weiteren heftigen Ausschlägen in den nächsten Tagen.