Die Bundesregierung bleibt vorsichtig, wenn es um direkte Eingriffe in die Preisstruktur am Energiemarkt geht – nicht zuletzt aus Sorge, Fehlanreize zu schaffen oder Nebenwirkungen zu riskieren. Die von der EU-Kommission geplante Toolbox, bestehend aus möglichen Subventionen und Steuersenkungen, könnte zwar kurzfristig helfen, doch die Verantwortung liegt letztlich bei den Mitgliedsstaaten selbst. Nach einer vertieften Recherche zeigt sich, dass der Preisdruck auf dem europäischen Energiemarkt nach wie vor hoch ist, ausgelöst durch Versorgungsengpässe, geopolitische Unsicherheiten und Nachwirkungen der Energiekrise, und kurzfristige Preiserleichterungen sind derzeit nicht in Sicht. Besonders strittig ist in Berlin und Brüssel nach wie vor, ob ein Gaspreisdeckel überhaupt mehr Nutzen als Risiko mit sich bringen würde. Viele Befürworter verschweigen nicht, dass damit auch Anreize für ineffizienten Verbrauch gesetzt werden könnten – ein schmaler Grat, auf dem sich die europäische Politik bewegt.
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