ZVDH warnt: Bremsklötze bei Solarenergie gefährden die Energiewende – Mieterstrom als unterschätzte Rettung
Die Energiewende kommt laut dem Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks ernsthaft ins Stocken, wenn der Gesetzgeber nicht endlich Schranken abbaut. Vor allem beim Mieterstrom gibt es noch zu viele Hürden: Statt Innovation und Investitionen sehen Vermieter sich mit Bürokratie und Unsicherheiten konfrontiert. Was jetzt zählt, sind kreative Lösungen und weniger Stolpersteine auf dem Weg zu günstiger, lokaler Energie.
heute 12:50 Uhr | 1 mal gelesen
Wer heute auf ein Mehrfamilienhaus blickt, sieht oft ein Dach ohne Solaranlage – obwohl so viel Sonnenkraft ungenutzt bleibt. Der ZVDH schlägt Alarm: Gerade auf diesen Dächern gäbe es ein enormes Potenzial, doch noch verhindert ein Wirrwarr aus Vorschriften und steuerlichen Fallstricken den großen Durchbruch. Vermieter greifen sich an den Kopf, sollen sie ihren Mietern günstigen Strom anbieten wollen: Zu kompliziert, zu teuer, lohnt sich nicht, hört man immer wieder. Einfachere Abrechnungen, weniger Verwaltungsaufwand, moderne Zähler und bessere finanzielle Anreize – das fordert Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx. Mieterstrom könnte den Spagat schaffen: Energiepreise für Haushalte drücken und zugleich das Stromnetz entlasten. Aktuell wirkt das Modell aber noch wie ein Exot auf dem Markt, statt zur tragenden Säule zu werden.
Damit die Energiewende nicht als Schlagwort verpufft, müssen auch Netze und Messsysteme endlich mitwachsen. ZVDH kritisiert, dass viele politische Maßnahmen eher wie künstlich gezogene Hindernisse erscheinen – ausgerechnet jetzt, wo fossile Energie teurer denn je ist. Sonnenstrom gehört auf die Dächer, sagt Marx, aber dazu braucht es auch Energiesparen durch bessere Gebäudehüllen. Man kann es drehen und wenden wie man will: Wer die Energiewende ernst meint, muss Bürokratie entschlacken, Weichen für die Zukunft stellen und Eigentümern Sicherheit geben.
Die Taskforce Gebäudetechnik, an der der ZVDH beteiligt ist, hat in ihrem neuen Positionspapier jede Menge Fragezeichen an das kommende Gebäude-Modernisierungsgesetz gepinnt. Wie geht es mit Förderungen nach 2029 weiter? Was wird aus Biogas? Und wie passen die neuen Vorgaben zu europäischen Standards? Wer tief eintauchen mag, liest weiter in der
Stellungnahme der Taskforce. Aber auch ohne Details ist klar: Der Handlungsbedarf ist riesig – und auf die Dächer gehören Solaranlagen. Wirklich jetzt.
Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks sieht die Energiewende in Gefahr, wenn die Regulierungen nicht ein Stück weit zurückgeschraubt werden. Vor allem bei Mieterstrom und Solaranlagen auf Mehrfamilienhäusern bleibt viel Potenzial ungenutzt, da bürokratische und steuerliche Hürden Eigentümer wie Mieter abschrecken. Die Politik müsse laut ZVDH grundsätzlich umdenken: Moderne Netze und einfache Abrechnungen könnten den Ausbau von Mieterstrom-Modellen beschleunigen – und sind angesichts rasant gestiegener Energiepreise dringend nötig.
Erweiterte Recherche zeigt: In den letzten 48 Stunden wurde die Debatte durch neue Studien zu Speichertechnologien, konkrete Gesetzesentwürfe für die Modernisierung von Gebäuden und einen Appell verschiedener Verbände befeuert. Die Bundesregierung arbeitet aktuell an Anpassungen beim Energiegesetz, gerät dabei aber unter Druck von Verbänden, weil die geplanten Regelungen als zu kompliziert und bremsend angesehen werden. Überdies berichten zahlreiche Medien, dass Mieterstrom-Modelle als Schlüssel gesehen werden, aber in der Praxis noch viel zu selten finanziell attraktiv oder rechtlich einfach sind – es brauche mehr Förderungen, digitale Lösungen und langfristige Planungssicherheit.