Wadephul sieht zarte Hoffnung auf Verhandlung mit Putin

CDU-Politiker Johann Wadephul erkennt eine vorsichtige Option auf neue Verhandlungen für ein Ende des Krieges in der Ukraine.

heute 14:44 Uhr | 2 mal gelesen

Johann Wadephul, außenpolitisch in der CDU nicht unbekannt, brachte im RTL 'Nachtjournal Spezial' einen Gedanken ins Spiel, der in diesen Tagen fast verschwörerisch wirkt: Vielleicht ist Putin offener für Gespräche, als es dem Anschein nach außen kommuniziert wird. „Ich glaube, wir könnten diesen Sommer als Gelegenheit nutzen, um Verhandlungen zu starten“, so Wadephul eher tastend als gewiss. Mit Blick auf den russischen Präsidenten räumte er ein: „Vielleicht steckt er in einer Stimmung, in der das Nachdenken über einen echten Dialog überhaupt erst möglich wird.“ Der Krieg, das machte Wadephul klar, hat längst seine Unschuld verloren, falls er je eine hatte: Es siegt niemand. "Es sterben nur Menschen. Tag für Tag." Auch eine Stellungnahme von Lukaschenko, Putins engem Verbündeten in Belarus, fand Wadephuls Nachdenken: Wenn selbst ein Mann wie Lukaschenko laut sagt, dass kein militärischer Sieg für eine Seite in Sicht ist, dann sei das bemerkenswert. „Die Ukraine hätte längst verhandelt. Jetzt ist die Frage: Will Putin wirklich sprechen oder weiter schießen?“ Mit dieser Wortwahl verschiebt Wadephul den Druck zu Putin. Gleichzeitig verweist er auf Bemühungen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens im europäischen Rahmen, die ein Signal an Moskau senden: Auch der Westen ist bereit zu reden. Wadephul, ein Mann des Abwägens, bleibt dennoch vorsichtig. Im Kreml könnte sich möglicherweise tatsächlich langsam die Erkenntnis durchsetzen, dass ein Weiter-so nicht zielführend ist. Die Hilfen an die Ukraine laufen weiter, Sanktionen treffen die russische Wirtschaft spürbar. "Wenn Putin wirklich nüchtern rechnet, müsste er auf die Idee kommen, dass jetzt ein sinnvoller Moment für Verhandlungen wäre," so Wadephul. Es sei keine Garantie – aber vielleicht eben doch eine realistische Chance, den Konflikt endlich in einen lösungsorientierten Prozess zu überführen. Diese Chance, so sein fast flehender Rat am Ende, sollte niemand ungenutzt verpuffen lassen.

Wadephul deutet an, dass in diesem Sommer ein günstiger Moment für eine diplomatische Annäherung zwischen Russland und der Ukraine entstehen könnte. Er stützt diese Annahme sowohl auf die aktuelle militärische Pattsituation, als auch auf die Aussagen von Lukaschenko und den anhaltenden wirtschaftlichen Druck auf Russland durch Sanktionen. Neuere Stellungnahmen aus dem Westen – unter anderem vom französischen Präsidenten Macron und Bundeskanzler Scholz – betonen, dass der Dialog weiterhin möglich bleibt, sofern Russland echte Kompromissbereitschaft zeigt. Aktuelle Recherchen zeigen jedoch: Wladimir Putin hat bislang keine konkreten Signale für ein Einlenken gegeben. Währenddessen drängt die Front in der Ukraine vielerorts auf Veränderung, das Leid der Bevölkerung bleibt allgegenwärtig. Einige Stimmen warnen, dass Russland sich durch die Zeit neue strategische Vorteile sichern könnte, falls der Westen nachlässig wird.

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