EU will Druschba-Pipeline rasch instand setzen – Zusammenarbeit mit Ukraine zugesichert

Die EU signalisiert Entschlossenheit, die beschädigte Druschba-Pipeline in der Ukraine zu reparieren, um die Versorgung in Mittel- und Osteuropa wiederherzustellen.

heute 12:39 Uhr | 2 mal gelesen

Nach intensiven Beratungen zwischen EU-Spitzen und den Regierungen der Ukraine, Ungarns und der Slowakei bekräftigen Ursula von der Leyen und António Costa die Bereitschaft der EU, sich aktiv an den Reparaturen der Druschba-Pipeline zu beteiligen. Die Leitung ist eine zentrale Achse für Öllieferungen aus Russland und durchzieht mehrere osteuropäische Staaten – dass sie nun beschädigt ist, hatte dramatische Auswirkungen auf die Energieversorgung etwa in Ungarn oder der Slowakei. Die EU stellt sowohl Geld als auch Experten bereit, um schnell reagieren zu können; die Ukraine zeigte sich offen dafür. Die Energiesicherheit der Bevölkerung steht nach Ansicht der EU auf dem Spiel – eigentlich eine Binsenweisheit, aber in Zeiten wie diesen klingt das plötzlich sehr konkret. Außerdem geht es um Alternativen: Es laufen Gespräche, wie nicht-russisches Erdöl Mittel- und Osteuropa langfristig besser erreichen kann. Hintergrund ist auch politischer Druck: Ungarn koppelte kürzlich seine Zustimmung zu weiteren Ukraine-Krediten der EU an die rasche Wiederherstellung der Pipeline, was Präsident Selenskyj offen als „Erpressung“ bezeichnete.

Die Debatte um die Druschba-Pipeline ist eingebettet in den aktuellen geopolitischen Konflikt: Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist die Energieversorgung Europas fragiler denn je. Nicht nur die Versorgung mit russischem Erdöl ist problematisch – politisch ist der Streit ebenfalls aufgeladen, da Ungarn finanzielle Hilfen für die Ukraine an eigene energiepolitische Interessen bindet. Die EU sucht daher nicht nur nach technischen Lösungen, sondern auch nach Wegen für mehr politische Geschlossenheit, etwa durch alternative Öltransportrouten und das geplante 20. Sanktionspaket. Laut einem Beitrag der Süddeutschen bleibt die Sicherheit der Energieversorgung für viele Staaten ein neuralgischer Punkt, der offenbart, wie stark geopolitische Interessen und wirtschaftliche Abhängigkeiten verzahnt sind. Auch auf taz.de wird betont, wie wichtig internationale Kooperation und eine schnellere Umstellung auf erneuerbare Energien werden. Zugleich wirft die aktuelle Krise drängende Fragen über die Abhängigkeit von Autokratien und die Finanzierung von Maßnahmen zur Unterstützung der Ukraine auf.

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